Abgeordnete der Renovación Nacional (RN) haben eine Agenda zur fiskalischen Aufsicht mit dem Titel 'Dónde están las lucas' angekündigt, um den Zustand der öffentlichen Finanzen nach der Regierung von Gabriel Boric zu klären. Sie beschreiben die Situation als 'fiskalische Katastrophe' mit einem strukturellen Defizit für 2025 von nahezu 3,5 % des BIP. Die Initiative umfasst eine Sondersitzung, Anfragen an Ministerien sowie die mögliche Einrichtung einer Untersuchungskommission.
Am 21. März 2026 stellten Abgeordnete der Renovación Nacional (RN) die Initiative 'Dónde están las lucas' vor, eine Offensive zur Kontrolle der öffentlichen Finanzen nach dem Ende der Regierung von Gabriel Boric. Sie werfen der Regierung eine 'fiskalische Katastrophe' vor, mit einem strukturellen Defizit für 2025 von nahezu 3,5 % des BIP, was etwa 13,2 Milliarden US-Dollar entspricht und damit die vereinbarten Ziele übersteigt. Dies geht aus dem Bericht des Consejo Fiscal Autónomo (CFA) vom März 2026 hervor, der eine Abweichung von 2,5 Prozentpunkten feststellt (-3,6 % gegenüber -1,1 %). Der CFA machte 'wiederholte und signifikante Fehler bei den Prognosen der fiskalischen Einnahmen' sowie unzureichende Korrekturmaßnahmen dafür verantwortlich; es handelt sich um die größten strukturellen Defizite seit 2001, die Pandemie ausgenommen. Zu den Maßnahmen gehören eine Sondersitzung in der Abgeordnetenkammer mit Finanzminister Jorge Quiroz und dem CFA; Anfragen an alle Ministerien zur Haushaltsausführung, ausstehenden Verpflichtungen und Risiken für Sozialleistungen und Subventionen; die Prüfung einer Untersuchungskommission zur Vorladung ehemaliger Beamter; Anfragen in Kongressausschüssen; sowie strafrechtliche Schritte, falls Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Die RN wird erneut einen Gesetzentwurf vorantreiben, der ehemalige Beamte verpflichtet, vor Untersuchungskommissionen zu erscheinen. Der Fraktionsvorsitzende Diego Schalper erklärte: 'Wir möchten, dass das Land das Ausmaß des fiskalischen Defizits kennt, das von der Regierung des Präsidenten Gabriel Boric hinterlassen wurde', und 'Die Chilenen verdienen es zu wissen, wo das Geld ist'. Eduardo Durán sagte: 'Staatliche Ressourcen gehören allen Chilenen, und die Bürger haben das Recht zu erfahren, wie genau jeder Peso ausgegeben wurde'. Andrés Celis bemerkte: 'Es ist kein Geld da. Das ist es, was uns der ehemalige Präsident Boric hinterlassen hat'. Eine Meinungskolumne in der La Tercera kritisierte die Argumente der Ex-Minister Marcel und Grau sowie der ehemaligen Regierungssprecherin Vallejos und betonte die Bedeutung der Nettoverschuldung und die Warnungen des CFA zur fiskalischen Nachhaltigkeit.