María Paz Arzola, Chiles neue Bildungsministerin, präsentierte am Dienstag vor dem Bildungsausschuss der Abgeordnetenkammer ihre gesetzgeberischen Prioritäten, begleitet von ihren drei Unterstaatssekretären. Sie hob finanzielle Defizite in acht Programmen hervor und skizzierte Vorschläge für das Schulwesen, die frühkindliche Bildung und das Hochschulwesen. Sie kündigte Überprüfungen des Zeitplans für die SLEP-Übertragungen sowie Änderungen am SAE an.
María Paz Arzola gab ihr offizielles Debüt als Bildungsministerin vor dem Bildungsausschuss der Abgeordnetenkammer und präsentierte 69 Folien zur geerbten finanziellen Situation im Bildungsministerium. „Das ist nicht normal“, sagte sie über die Defizite in mindestens acht Programmen, darunter Schulzuschüsse und die lokalen Dienste für öffentliche Bildung (SLEP). Sie betrachtete dies als Chance, Ressourcen neu zuzuweisen und den Schwerpunkt von höheren auf niedrigere Bildungsebenen zu verlagern. Für das Schulwesen umfassen die Schwerpunkte Zugänglichkeit, Fokus auf das Lernen, ein gutes Miteinander und qualitativ hochwertige Möglichkeiten. Die Vorschläge beinhalten die Aktualisierung von Wiedereingliederungszuschüssen, die Unterstützung bei der Erkennung chronischer Fehlzeiten, eine Gesetzesreform zur Kontinuität der Dienste sowie die Stärkung leistungsschwacher Schulen durch die Qualitätsagentur. Die Pläne beinhalten auch die Konsolidierung der Bicentennial High Schools, die Fortsetzung des Programms „A convivir se aprende“, die Weiterentwicklung des Gesetzes zum schulischen Zusammenleben sowie die Vereinfachung von Vorschriften zur Entlastung von Verwaltungsaufgaben durch Reformen des SEP-Gesetzes. Bezüglich der SLEP betonte sie die Notwendigkeit, die Übertragungszeitpläne angesichts der Unterschiede zwischen den Gemeinden zu überprüfen: „Wir dürfen für diese Heterogenität nicht blind sein.“ Prioritäten für die frühkindliche Bildung sind Qualität, Abdeckung und eine bedarfsgerechte Finanzierung. Für das Hochschulwesen sollen Angebote aktualisiert, Studiengänge überprüft, die Ausweitung der Beitragsfreiheit bis zur Erreichung der frühkindlichen Betreuungsabdeckung begrenzt und die Beitreibung von CAE-Darlehen vorangetrieben werden. Die Abgeordneten brachten verschiedene Themen zur Sprache: Emilia Schneider (FA) fragte nach dem Rücktritt des Superintendenten José Miguel Salazar; Arzola verwies auf laufende Prozesse und bat um den Austritt. Ricardo Neumann (UDI) fragte nach dem SAE, bei dem positive Aspekte bestehen bleiben, aber Leistung und Flexibilität hinzugefügt werden sollen. Daniela Serrano (PC) fragte nach Kürzungen und dem CAE, worauf sie keine vollständige Antwort erhielt.