Die ehemalige Sportministerin und Intendantin der Metropolregion, Cecilia Pérez, hat das Präsidentenamt bei Azul Azul, dem Konzessionär des Fußballclubs Universidad de Chile, übernommen. Damit ist sie die erste Frau an der Spitze eines Erstligavereins in Chile. Sie tritt die Nachfolge von Michael Clark an, der in der vergangenen Woche infolge einer Sanktion der Finanzmarktaufsicht im Zusammenhang mit dem Fall Sartor zurückgetreten war. Pérez versprach Teamarbeit, um die sportliche und finanzielle Leistung zu verbessern, und bekräftigte das Ziel eines eigenen Stadions.
Cecilia Pérez trat am Dienstag das Präsidentenamt bei Azul Azul an, nachdem sie bei der Aktionärsversammlung im Centro Deportivo Azul einstimmig von den neun Direktoren gewählt wurde. Die zwei Vertreter von Universidad de Chile enthielten sich der Stimme, wie die neue Präsidentin in ihrer ersten Pressekonferenz erläuterte. "Ich bin dem Vorstand dankbar. Das Verhalten war historisch. Es gab Einstimmigkeit", erklärte sie.
Als lebenslanger Fan des Clubs hob Pérez den historischen Meilenstein hervor, als erste Frau einen Erstligaverein in Chile zu leiten – neben der Präsidentin von Palmeiras eine der wenigen Frauen in Südamerika. "Es ist eine Ehre, die erste Präsidentin eines Vereins zu sein. Universidad de Chile muss immer in Finalspielen stehen und um Meisterschaften kämpfen", betonte sie. Zur möglichen Rückkehr von Alexis Sánchez äußerte sie sich ebenfalls: "Die Türen stehen offen. Dies kann sein Zuhause sein".
Zu den Herausforderungen zählte sie die finanzielle Stabilität nach der Tilgung historischer Schulden sowie das Projekt für ein eigenes Stadion, wobei sie die Behörden dazu aufrief, das Vorhaben ohne Hindernisse zu unterstützen. "Dinge vorzutäuschen, entspricht nicht meinem Wesen", versicherte sie. José Ramón Correa übernahm die Vizepräsidentschaft, während Persönlichkeiten wie José Miguel Insulza, Francisco Aylwin und Pablo Silva dem Vorstand beitraten.
Michael Clark, der Azul Azul seit 2021 leitete, schied inmitten der CMF-Sanktion aus. Pérez verteidigte ihn: "Michael ist mein Freund und wird es bleiben. Als Verein sind wir gelassen".