Toesca AGF hat eine dritte Klage gegen ehemalige Direktoren der Sartor AGF wegen des Finanzierungsschemas eingereicht, das für die Erlangung der Kontrolle über die Azul Azul S.A., den Konzessionär des Club Universidad de Chile, verwendet wurde. Die Klage legt Schuldscheine und Übertragungen in Milliardenhöhe in Pesos zwischen 2021 und 2024 offen.
Die am Montag von der Toesca AGF als Liquidatorin der gescheiterten Sartor-AGF-Fonds eingereichte Klage beschuldigt Pedro Pablo Larraín Mery, Michael Clark und andere ehemalige Direktoren der inkompatiblen Verhandlung und illoyalen Verwaltung.
Laut der Klageschrift leiteten die Fonds Leasing, Táctico und Proyección Ressourcen über Inversiones Cerro El Plomo SpA weiter, um Carlos Heller im Jahr 2021 auszuzahlen, ohne dass tatsächliche Beiträge von Teilnehmern geleistet wurden. Es wurden Schuldscheine über 3,276 Milliarden und 3,900 Milliarden Pesos ausgestellt, sowie eine Refinanzierung des Kredits der Banco Santander vorgenommen.
Die Klage bezieht sich zudem auf die von Azul Azul im Jahr 2022 ausgegebene Anleihe „Bono Bulla“ in Höhe von 400.000 UF sowie den Erwerb von Anteilen des Tactical Sport Fund durch Inversiones Antumalal Limitada im Dezember 2024 ohne Barzahlung. Clark, der gleichzeitig als Direktor der Sartor AGF und als Vorsitzender von Azul Azul fungierte, sieht sich Vorwürfen wegen Interessenkonflikten gegenüber.
Dieser neue juristische Schritt folgt auf die am Montag durchgeführte Razzia in den Büros von Azul Azul und im Wohnsitz von Clark, die vom vierten Garantiekonsulat von Santiago im Rahmen der strafrechtlichen Ermittlungen genehmigt wurde.