Der argentinische Fußballverband (AFA) hat am Mittwoch seinen Umzug in die Provinz Buenos Aires, speziell in den Bezirk Pilar, bestätigt und steht nun ausschließlich unter der Aufsicht der Provinzialdirektion für juristische Personen. Dies geschieht inmitten von Untersuchungen zu mutmaßlicher Fondsveruntreuung, einschließlich gefundener Dokumente, die Zahlungen von mindestens 300 Millionen Pesos belegen. Der Umzug sorgt für Kontroverse, da die Generalinspektion für Justiz (IGJ) Aufseher verlangt, obwohl die AFA behauptet, sie habe keine Zuständigkeit mehr.
Der argentinische Fußballverband (AFA) veröffentlichte am Mittwoch eine Erklärung, in der er seinen endgültigen Sitz in der Provinz Buenos Aires bestätigt, gemäß Resolution RESO-2026-1159 der Provinzialdirektion für juristische Personen. Die Änderung, die in einer ordentlichen Generalversammlung am 17. Oktober 2024 genehmigt wurde, legt den sozialen Sitz in der Mercedes N° 1366, Pilar, und den sportlichen Sitz im Trainingszentrum “Lionel Andrés Messi” in Ezeiza fest. Diese statutarische Anpassung bedeutet, dass die AFA nun ausschließlich vom provinzialen Amt überwacht wird, gemäß Artikel 157 des Zivil- und Handelsgesetzbuchs der Nation. Die Organisation argumentiert, dass die IGJ seit Oktober 2024 keine Befugnis mehr hat. Die IGJ kündigte jedoch am Mittwoch an, Aufseher für die von Claudio “Chiqui” Tapia geführte AFA zu ernennen, obwohl sie mit der neuen Adresse keine Zuständigkeit hat. Das Justizministerium hält derweil fest, dass die Änderung laufende Untersuchungen nicht beeinträchtigt. Im Hintergrund stehen Vorwürfe der Einnahmen- und Zollkontrollbehörde (ARCA) bezüglich angeblicher Steuerschulden, die zu Vorladungen von Tapia und Schatzmeister Pablo Toviggino führten. Daraufhin rief das AFA-Komitee einen Streik aus und suspendierte den 9. Spieltag des Apertura-Turniers. Zudem fanden Justizbeamte in AFA-Büros Dokumente, die Überweisungen von mindestens 300 Millionen Pesos an Real Central SRL, Eigentümerin einer Villa in Pilar, für „Logistikdienstleistungen“ und Verweise auf das VAR-System belegen, unterzeichnet vom mutmaßlichen Strohmann Pantano. Die Vorladung von Toviggino wurde auf den 11. März verschoben, auf Antrag seiner Verteidigung, die Zeit zur Prüfung des Falls zu mutmaßlicher Fondsveruntreuung beantragte. Newell's Old Boys unterstützte den Streik, doch Fans reagierten in Rosario mit Beleidigungen gegen Tapia.