Der argentinische Fußballverband (AFA) hat Spielern in lokalen Turnieren am Mittwoch das Stehen auf dem Ball untersagt und belegt dieses Verhalten künftig mit einer Gelben Karte sowie einem indirekten Freistoß für den Gegner. Die Entscheidung folgte auf eine Aktion von Julián Palacios während des Spiels zwischen Unión und Estudiantes am Samstag. Die AFA stuft dies als unsportliches Verhalten ein, das Konflikte schürt und Risiken birgt.
Das technische Management der AFA gab die neue Regel nach der 2:1-Niederlage von Unión gegen Estudiantes bekannt, bei der Palacios auf dem Ball gestanden hatte. „Es geht um ein spezifisches Verhalten, das für Störungen im Spielgeschehen gesorgt hat. Diese Praxis, die weitverbreitete Konfrontationen auslöst, schadet dem Image eines Sports mit großer nationaler und internationaler Reichweite erheblich“, erklärte die AFA in ihrer Mitteilung. Der Verband wies zudem auf das Verletzungsrisiko für den Spieler sowie auf Spielunterbrechungen hin. „Es gibt verschiedene Umstände, unter denen ein Spieler wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Gelben Karte verwarnt werden muss, einschließlich der Missachtung des Geistes des Fußballs“, begründeten sie die Entscheidung. Die Regel ähnelt einem brasilianischen Präzedenzfall vom 5. April, als der brasilianische Fußballverband die gleiche Strafe wegen „Missachtung des Fußballs“ verhängte, was erstmals im Spiel der U17-Südamerikameisterschaft zwischen Brasilien und Bolivien durchgesetzt wurde.