Richter Diego Amarante hat dem AFA-Präsidenten Claudio „Chiqui“ Tapia unter strengen Auflagen bis zu drei Auslandsreisen genehmigt, nur wenige Tage nachdem gegen ihn eine Ausreisesperre verhängt worden war. Der Beschluss erlaubt ihm die Wahrnehmung von Verpflichtungen wie Treffen der FIFA und Conmebol, einschließlich einer Reise nach Paraguay an diesem Mittwoch. Tapia sieht sich einem Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher unrechtmäßiger Einbehaltung von Beiträgen und Steuern gegenüber.
Der für Wirtschafts- und Steuerstrafsachen zuständige Richter Diego Amarante erteilte Claudio „Chiqui“ Tapia, dem Präsidenten des argentinischen Fußballverbandes (AFA), eine Sondergenehmigung für bis zu drei Auslandsreisen. Dies geschieht nur wenige Tage nach der Verhängung einer Ausreisesperre sowie weiterer Einschränkungen, wie der Pflicht, sich nicht länger als 72 Stunden ohne Vorankündigung von seinem Wohnort zu entfernen.
Zuvor hatte Amarante Tapias weitergehenden Antrag auf 60 Reisetage aufgrund unzureichender Angaben zu Reisezielen und Zeitplänen abgelehnt. Nun sind die Reisen konkret festgelegt und unterliegen richterlicher Aufsicht, was die Teilnahme an Treffen der FIFA und Conmebol ermöglicht, unter anderem die Reise nach Paraguay an diesem Mittwoch.
Gegen Tapia und Schatzmeister Pablo Toviggino wird wegen mutmaßlicher unrechtmäßiger Einbehaltung von Rentenbeiträgen und Steuern in Millionenhöhe ermittelt, wobei sie sich derzeit auf freiem Fuß befinden. Das Verfahren wird fortgesetzt, nachdem ein Antrag auf Nichtigerklärung abgelehnt wurde.
Die Genehmigung ist von entscheidender Bedeutung für Tapias institutionelle Agenda, einschließlich Aktivitäten im Zusammenhang mit der argentinischen Nationalmannschaft, wenngleich er weiterhin unter ständiger gerichtlicher Aufsicht bleibt.