Die Steuer- und Zollbehörde ARCA hat die Strafanzeige gegen den argentinischen Fußballverband (AFA) ausgeweitet. Sie beschuldigt Claudio Tapia und Pablo Toviggino der Bildung einer fiskalischen kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit der Hinterziehung von fast 300 Millionen Pesos durch Scheinrechnungen.
Der Antrag wurde bei dem für Wirtschaftsstrafsachen zuständigen Gericht unter der Leitung von Diego Amarante eingereicht. In diesem Fall wurde bereits gegen die AFA wegen angeblicher unrechtmäßiger Aneignung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von fast 19 Milliarden Pesos ermittelt.
Die ARCA deckte zwischen 2023 und 2025 Hinterziehungsmanöver in Höhe von insgesamt 289 Millionen Pesos auf. Nach Angaben der Behörde wurden Unternehmen ohne operative Kapazität genutzt, um falsche Belege auszustellen und den endgültigen Verwendungszweck der Gelder zu verschleiern, wobei 77 % der Zahlungen per Scheck erfolgten.
Die AFA wies die Vorwürfe zurück. Sie erklärte, dass ein Teil der Informationen aufgrund des hohen Transaktionsvolumens am Standort Ezeiza in den Jahren 2023 und 2024 nur schwer zu rekonstruieren sei und viele Verträge als schlüsselfertige Projekte abgewickelt wurden.
Die Erweiterung der Klage fordert eine Untersuchung wegen einer möglichen fiskalischen kriminellen Vereinigung mit zeitlicher Kontinuität und organisierter Struktur. Zudem wurden weitere Funktionäre wie Víctor Blanco, Cristian Malaspina und Gustavo Lorenzo genannt.