Die argentinische Zentralbank (BCRA) hat gegen ARS Cambios SAS, die unter dem Namen Sur Finanzas firmiert und mit AFA-Präsident Claudio „Chiqui“ Tapia in Verbindung steht, eine Geldstrafe von 18 Milliarden Pesos verhängt und dem Unternehmen Devisengeschäfte untersagt. Die Firma hatte zwischen Januar und Dezember 2023 Devisentransaktionen in Höhe von über 25 Millionen US-Dollar ohne nachweisbaren legitimen Verwendungszweck für die Gelder abgewickelt. Gegen die Geschäftsführerin und ihren Sohn wurden individuelle Geldstrafen sowie Verbote für Tätigkeiten im Finanzsektor ausgesprochen.
Die BCRA stellte fest, dass die von den Finanzleuten Ariel Vallejo und Graciela Beatriz Vallejo geleitete ARS Cambios SAS im Jahr 2023 Devisenkauf- und -verkaufsgeschäfte mit anderen Wechselstuben in Höhe von insgesamt über 25 Millionen US-Dollar tätigte. „Die Gesamtheit der von der beaufsichtigten Einheit erworbenen und weiterverkauften Devisen hatte keinen legitimen Bestimmungszweck für den Verkauf an Kunden auf dem offiziellen freien Devisenmarkt, sondern stellte vielmehr eine ‚Übergabe‘ von Pesos und Dollars ohne erkennbare wirtschaftliche Rechtfertigung dar“, erklärte die Währungsbehörde.
Das Unternehmen muss jegliche Devisengeschäfte einstellen. Graciela Beatriz Vallejo, geschäftsführende Verwalterin und alleinige Anteilseignerin, wurde zu einer Geldstrafe von 7,228 Milliarden Pesos verurteilt und für sechs Jahre für Finanzämter gesperrt. Ihr Sohn Ariel Vallejo, ebenfalls Geschäftsführer, erhielt eine Geldstrafe von 5,429 Milliarden Pesos und ein fünfjähriges Verbot für Tätigkeiten in Finanzinstituten, einschließlich Banken, virtuellen Wallets und Fintechs.
Das Unternehmen wurde zudem dafür sanktioniert, dass es die monatlichen Limits für Devisenverkäufe im Dezember 2023 sowie Januar und Februar 2024 überschritten hatte. Bei einer Wechselkursdifferenz von 102 % schätzt die BCRA, dass die Beteiligten Gewinne in Höhe von etwa 25,878 Millionen US-Dollar erzielten. Die sanktionierten Parteien haben 30 Werktage Zeit, um bei der Nationalen Kammer für föderale Verwaltungsbeschwerden Berufung einzulegen.
Ariel Vallejo muss sich am 5. Mai aufgrund einer angeblichen kriminellen Vereinigung zur Geldwäsche im Zeitraum von 2020 bis 2025 verantworten, wobei Untersuchungen laut eigener Aussage Vallejos Verbindungen zu Tapia prüfen.