Richterin María Servini hat einen präventiven Vermögensarrest in Höhe von 859,516 Milliarden Pesos gegen Elías Piccirillo und andere Devisenhändler angeordnet. Diese Maßnahme erfolgte auf Antrag des Staatsanwalts Carlos Stornelli im Rahmen einer Untersuchung zu mutmaßlich irregulären Geschäften mit dem sogenannten Dollar Blue während der Regierung von Alberto Fernández.
Die gerichtliche Anordnung richtet sich gegen Piccirillo, seine Partner sowie 160 Eigentümer von Wechselstuben. Die Untersuchung konzentriert sich auf den Zeitraum zwischen Januar und September 2023, in dem die Unternehmen Devisenkäufe in Höhe von 475,533 Milliarden Pesos und Verkäufe in Höhe von 418,278 Milliarden Pesos meldeten.
Dem Beschluss zufolge flossen 96 Prozent der Gelder an Firmen wie Mega Latina SA, Stema Cambios SA und Arg Exchange SA. Von diesen Beträgen wurden 607 Millionen US-Dollar in bar abgehoben, größtenteils bei der Banco de Servicios y Transacciones.
Servini beschrieb ein zweistufiges System: Zunächst wurden Pesos ohne ausreichende dokumentarische Grundlage eingeschleust, anschließend wurden Transaktionen vor der Zentralbank simuliert, um Zugang zu Dollar zum offiziellen Wechselkurs zu erhalten. Mindestens 15 Wechselstuben wurden aufgrund festgestellter Unregelmäßigkeiten sanktioniert.
Der Fall läuft parallel zu einer weiteren Untersuchung unter der Leitung des Richters Ariel Lijo, die sich gegen mutmaßliche Bestechungsgelder im Zusammenhang mit dem SIRA-System richtet.