Die Abgeordneten der Opposition haben formell Interpellationsanträge für Manuel Adorni und Karina Milei sowie einen Berichtsantrag an Präsident Javier Milei im Zusammenhang mit dem Fall $LIBRA eingereicht. Die Anträge beziehen sich auf die im Februar 2025 aufgedeckte Kommunikation zwischen dem Generalsekretär und dem Geschäftsmann Mauricio Novelli. Unterdessen hob Richter Ariel Lijo das Steuergeheimnis für Unternehmen auf, die mit Adornis Reise in Verbindung stehen.
Am 20. März 2026 reichten Abgeordnete der Opposition im Kongress offiziell Interpellationsanträge an Manuel Adorni, Stabschef, und Karina Milei, Generalsekretärin der Präsidentschaft, zum Fall $LIBRA ein. Sie verlangten außerdem einen Bericht von Präsident Javier Milei mit mehr als einem Dutzend Punkten über die Kommunikation mit Mauricio Novelli, mögliche Zahlungen und Treffen in der Casa Rosada und Olivos vor und nach der Einführung des Tokens am 14. Februar 2025. Eine forensische DATIP-Analyse ergab sieben Kommunikationen zwischen dem Generalsekretär und Novelli vom 14. bis 16. Februar 2025. Die Anfragen zielen darauf ab, das Wissen und die Beteiligung der Exekutive an der Markteinführung und dem Zusammenbruch des Tokens zu klären. Der Abgeordnete Juan Marino erklärte: "Wir werden ihn vor dem Disziplinargericht der Staatsanwaltschaft anzeigen, weil er unsere verfassungsmäßige Arbeit als Untersuchungskommission behindert hat", und bezog sich dabei auf den Staatsanwalt Eduardo Taiano. Taiano bestritt daraufhin, Beweise versteckt zu haben und schrieb die Kritik einer "politischen Operation" zu. Darüber hinaus ordnete Richter Ariel Lijo die Aufhebung des Steuer- und Bankgeheimnisses für Unternehmen wie IMHOUSE S.A. an, das Marcelo Gandio gehört und das angeblich Adornis Reise nach Punta del Este bezahlt hat, um mögliche Verbindungen zu prüfen.