Der Bundesrichter Ariel Lijo ordnete am Donnerstag die Aufhebung des Bank-, Steuer- und Geldwäschegeheimnisses für Kabinettschef Manuel Adorni, dessen Ehefrau Bettina Angeletti, ihre Firma AS Innovación Profesional sowie sechs als Geldgeberinnen aufgeführte Frauen an. Die Maßnahme, die von Staatsanwalt Gerardo Pollicita beantragt wurde, zielt darauf ab, Adornis Finanzkreislauf seit Januar 2022 in einem Fall von mutmaßlicher unerlaubter Bereicherung nachzuvollziehen.
Bundesrichter Ariel Lijo unterzeichnete den Beschluss auf Antrag von Staatsanwalt Gerardo Pollicita und genehmigte den Zugriff auf Bankkonten, Finanzprodukte, Überweisungen, Investitionen und Steuerunterlagen der Beteiligten. Die Entscheidung weitet die Untersuchung auf das Vermögen von Adorni, seiner Ehefrau und deren Umfeld vor und nach seinem Eintritt in die Regierung aus.
Die Anordnung umfasst die Firma des Paares, AS Innovación Profesional, sowie sechs Frauen: Silvia Pais, Norma Zuccolo, Beatriz Viegas, Claudia Bibiana Sbabo, Graciela Molina und Victoria María José Cancio, die als mutmaßliche Kreditgeberinnen oder Gläubigerinnen aufgeführt sind. Die Staatsanwaltschaft beabsichtigt, Kredite und Finanzbewegungen zurückzuverfolgen.
Pollicita forderte Daten ab dem 1. Januar 2022 an, einschließlich Einlagen, Krediten, digitalen Geldbörsen sowie Steuererklärungen zu Einkommens- und Vermögenssteuern. Zudem wird das Geldwäschegeheimnis aufgehoben, um unbegründete Transaktionen zu prüfen.
Diese Phase intensiviert den Fall und verlagert den Fokus von deklarierten Vermögenswerten auf tatsächliche Geldflüsse, ohne dass dies bereits eine strafrechtliche Haftung impliziert.