Die Bundesstaatsanwältin Cecilia Incardona hat eine Anklage gegen Ariel Vallejo, Eigentümer von Sur Finanzas und eng verbunden mit AFA-Präsident Claudio „Chiqui“ Tapia, wegen eines mutmaßlichen Geldwäscheplans mit 818 Milliarden Pesos vorangetrieben. Die Ermittlungen drehen sich um Überweisungen an sieben Fußballvereine unter Nutzung einkommensschwacher Steuerzahler. Sur Finanzas wies die Vorwürfe als unbegründet zurück und bot Kooperation mit den Behörden an.
Die Bundesstaatsanwältin Cecilia Incardona hat die von der Generalsteuerdirektion (DGI) eingereichte Anklage gegen Ariel Vallejo, einen Finanzier mit engen Bindungen zu Claudio „Chiqui“ Tapia, Präsident des Argentinischen Fußballverbands (AFA), formalisiert. Der Fall, dem das Gericht von Bundesrichter Federico Villena zugewiesen wurde, wirft der PSP-Plattform Sur Finanzas vor, einen Geldwäscheplan im Wert von 818 Milliarden Pesos organisiert zu haben, unter Einsatz eines Netzwerks einkommensschwacher Steuerzahler, gefälschter Rechnungen und unklassifizierter Personen, um die illegale Herkunft der Gelder zu verschleiern.
Unter den Empfängern der Überweisungen befinden sich zivile Vereine und Trusts, die mit Fußballvereinen wie San Lorenzo, Racing, Temperley, Los Andes, Excursionistas, Deportivo Morón, Defensores de Glew und dem Banfileña-Wiederaufbaustrust verbunden sind. Die DGI stellte fest, dass Audits für fünf dieser Einheiten keine Daten zu den Überweisungsbeträgen erhalten konnten. Zudem wird Steuerhinterziehung in Höhe von 3,3 Milliarden Pesos im Kredit- und Debittributus vorgeworfen, da nicht als Einbehaltsstellen über Drittkonten agiert wurde.
Die Staatsanwältin forderte Beweismaßnahmen wie die Aufhebung der Bankgeheimnisse, Kontosperrungen und eine vorbeugende Pfändung bis zu 4 Milliarden Pesos auf Sur-Finanzas-Vermögen. Der Banfield-Trust steht im Fokus, wobei Direktoren wie Eduardo Juan Spinosa bereits in einem verwandten Geldwäschefall in Lomas de Zamora untersucht werden.
Sur Finanzas reagierte mit einer Stellungnahme in sozialen Medien und wies die Vorwürfe zurück. „Die Anschuldigungen sind unbegründet“, hieß es darin, unter Betonung regulatorischer Einhaltung, Zentralbankgenehmigungen und keiner Beteiligung an Kryptowährungsgeschäften. „Wir stehen zur Verfügung, um mit der Justiz zusammenzuarbeiten, um alle Anforderungen zu klären und zu erfüllen“, schlossen sie ab und wiesen auf ihre Werbung auf Trikots großer Vereine hin.