Der Richter des Obersten Gerichtshofs Dias Toffoli hat die Bundespolizei angewiesen, innerhalb von 30 Tagen Aussagen von den untersuchten Personen im Betrugsfall Banco Master und von Direktoren der Zentralbank aufzunehmen. Die Maßnahme soll Vorwürfe klären und das Nationale Finanzsystem schützen. Das Ermittlungsverfahren wurde auf Antrag der Verteidigung einer untersuchten Person zum STF verlagert.
Der Richter des Obersten Gerichtshofs Dias Toffoli hat die Untersuchung zu mutmaßlichen Finanzbetrügereien bei Banco Master wieder aufgenommen, indem er am 15. Dezember 2025 die Bundespolizei anwies, innerhalb von 30 Tagen Vernehmungstermine durchzuführen. Die untersuchten Personen, einschließlich des ehemaligen Direktors Daniel Vorcaro, müssen detaillierte Klärungen zu den Vorwürfen abgeben, während Direktoren der Zentralbank zu ihren Rollen bei den Aktivitäten der Bank und möglichen Auswirkungen auf andere Finanzinstitute befragt werden.
Das Urteil, das an diesem Montag erlassen wurde, betont die Dringlichkeit der Maßnahmen, um die Wirksamkeit der Untersuchungen und die Einhaltung des ordnungsgemäßen Verfahrens zu gewährleisten. Toffoli hob die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Verwahrung von Dokumenten und Informationen hervor, die von staatlichen Behörden und der Justiz eingereicht werden, um Verfahrensnichtigkeiten zu vermeiden. Die Vernehmungen können persönlich oder per Videokonferenz im STF-Gebäude stattfinden, mit anwesenden Hilfsrichtern.
Die Untersuchungen wurden am 3. Dezember zum STF gezogen, nach einem Verteidigungsantrag von Vorcaro Ende November, nachdem bei Durchsuchungen im Rahmen der Operation Compliance Zero ein Umschlag mit Dokumenten zu einer Immobilientransaktion im Zusammenhang mit Abgeordnetem João Carlos Bacelar (PL-BA) gefunden wurde. Der Richter des 10. Bundesgerichts in Brasília, Antonio Claudio Macedo da Silva, stoppte die Ermittlungsakte und leitete das Material an den Obersten Gerichtshof weiter.
Der Generaldirektor der PF, Andrei Rodrigues, bestätigte, dass es sich um eine Person mit privilegiertem Forum handelt, was zu einer kurzen Aussetzung der Ermittlungen führte, um künftige Ungültigkeitserklärungen zu vermeiden. In einem kürzlichen Beschluss entfernte Toffoli vertrauliche Handy-Nachrichten von Vorcaro aus der CPMI des INSS im Kongress, lehnte die Aufhebung der Sigillbrüche ab, ordnete aber eine vorläufige Überstellung ans Senat an. Der Präsident der CPMI, Carlos Viana (Podemos-MG), äußerte Empörung über die Entscheidung.
Toffoli ermächtigte zudem den beauftragten Delegierten, Auskünfte bei öffentlichen Stellen und Unternehmen anzufordern sowie begründete Anträge auf Aufhebung von Telefon-, Telematik-, Korrespondenz- oder Steuergeheimnissen zu stellen, die der gerichtlichen Prüfung unterliegen. Das Verfahren läuft seit der Verlagerung unter Verschluss.