Der Oberste Bundesgerichtshof (STF) startet am Montag (2) wieder durch nach einer Pause, die von Kontroversen in der Banco-Master-Untersuchung geprägt war. Das Gericht steht vor internen Spaltungen und Druck aus dem Nationalkongress in einem Wahljahr. Präsident Edson Fachin will das Image des Gerichts in einer feierlichen Sitzung mit fast vollständiger Besetzung verteidigen.
Der STF nimmt am Montag (2. Februar 2026) wieder die Arbeit auf, nach einer intensiven Pause aufgrund der Krise in der Banco-Master-Untersuchung. Geteilt durch die Auswirkungen des Falls, steht das Gericht vor der Herausforderung, interne Streitigkeiten zu überwinden und sich in einem Wahljahr vor Abnutzung zu schützen, mit erwarteten Zusammenstößen mit dem Nationalkongress. Edson Fachin, Präsident des STF, hat eine feierliche Sitzung mit fast vollständiger Besetzung einberufen, außer Minister Luiz Fux, der aufgrund einer Lungenentzündung remote teilnimmt. Von Fachin wird erwartet, dass er das Gericht verteidigt, aber es gibt Zweifel, ob er das Verhaltenskodex für Richter anspricht, eine Initiative, die die Minister spaltet. Eine Gruppe unterstützt den Vorschlag, ein anderer Flügel widersetzt sich aus Angst vor neuen Angriffen in einer heiklen Zeit. Dias Toffoli, Berichterstatter der Banco-Master-Untersuchung, steht im Zentrum der Kontroversen. Er flog im November mit einem Anwalt des Falls in einem Privatjet und hat familiäre Verbindungen zu einem Fonds, der mit der Bank verknüpft ist. Kürzlich signalisierte Toffoli, dass er entscheiden wird, ob er den Fall an die erste Instanz zurückverweist, ein Schadensbegrenzungsversuch nach unkonventionellen Entscheidungen wie einem Konflikt mit der Zentralbank und der Aufrechterhaltung der Verschwiegenheit in der Ermittlung. Er hob teilweise die Verschwiegenheit über Aussagen der Bundespolizei von Daniel Vorcaro (Eigentümer von Master), Paulo Henrique Costa (ehem. BRB) und Ailton de Aquino (BC) auf, die sich bei fingierten Krediten uneinig sind. Drei Minister prognostizieren Zusammenstöße mit dem Kongress, wie Amtsenthebungsanträge, CPIs und das 'Anti-STF-Paket'. Die Agenda umfasst sensible Verhandlungen: parlamentarische Änderungen (10.-11. März), Mord an Marielle Franco (24. Februar) und Fall von Eduardo Bolsonaro im ersten Halbjahr. Am 4. urteilt der Plenum über CNJ-Regeln zu sozialen Medien, mit Alexandre de Moraes als Berichterstatter und vier Stimmen zur Aufrechterhaltung. Bestätigte Gäste sind Präsident Lula, Davi Alcolumbre (Senat) und Hugo Motta (Abgeordnetenkammer). Jorge Messias, nominiert für den STF, nimmt ebenfalls teil. Das Gericht arbeitet mit 10 Ministern nach dem Ruhestand von Luís Roberto Barroso. Fachin hat ein Treffen am 12. Februar angesetzt, um Themen wie den Verhaltenskodex zu besprechen.