Der Oberste Bundesgerichtshof hat Zeugenaussagen in der Banco-Master-Ermittlung freigegeben, die schwere Unregelmäßigkeiten offenbaren, wie nur 4 Millionen Real Bargeld trotz 80 Milliarden Real Vermögen. Derweil hat die INSS 2 Milliarden Real Zahlungen wegen unbewiesener Darlehensverträge gesperrt, und der Garantiefonds für Kredite setzt Rückerstattungen an Investoren fort.
Die Banco Master, von der Zentralbank im November 2025 wegen Betrugsverdachts liquidiert, steht weiter im Mittelpunkt der Untersuchungen. Richter Dias Toffoli des Obersten Bundesgerichtshofs hat Auszüge aus Zeugenaussagen der Bundespolizei freigegeben und die Ermittlung unter Verschluss gehalten. Der Aufsichtsdirektor der Zentralbank, Ailton Aquino, erklärte, die Bank habe nur 4 Millionen Real Bargeld gehabt, eine vernachlässigbare Menge im Vergleich zu den deklarierten 80 Milliarden Real Vermögen. Daniel Vorcaro, der mit dem Fall verbundene Banker, erwähnte Verbindungen zu Figuren aller drei Staatsgewalten, speziell zum Gouverneur des Distrikts Federal, Ibaneis Rocha. Toffoli erklärte, er werde den Fall bearbeiten, solange Hinweise auf Beteiligung von Personen mit Forenprivileg vorliegen. Der INSS verweigerte derweil die Zahlung von 2 Milliarden Real an Master und BRB für etwa 300.000 unbewiesene Konsignationskredite, ohne Angaben zu Zinsen, effektiven Gesamtkosten und Unterschriften. Die Sperre erfolgte am 19. November, unmittelbar nach der Liquidation, wobei Raten weiter von Leistungen abgezogen, aber einbehalten wurden. INSS-Präsident Gilberto Waller Júnior erläuterte: „Ich kann diese Beträge nicht an sie überweisen, da ich keinen Beweis habe, dass dieser Kredit existiert.“ In einer Sitzung am 23. Januar wurde eine 15-tägige Frist zur Regelung gesetzt; andernfalls werden Abzüge ausgesetzt und Beträge an Rentner zurückgezahlt. Für Investoren meldete die FGC, dass 80.000 Gläubiger (10 % von 1,6 Millionen insgesamt) sich noch nicht für Rückerstattungen bis 250.000 Real pro CPF oder CNPJ registriert haben, die CDBs und LCIs abdecken. Bis zum 29. Januar wurden 32,5 Milliarden Real an 580.000 Begünstigte gezahlt, was 80 % der 41 Milliarden Real Gesamtsumme entspricht. Der Prozess erfordert App-Registrierung für Privatpersonen. Zudem wurde der Liquidator Eduardo Félix Bianchini vom 31. Januar bis 15. Februar aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend durch Sebastião Marcio Monteiro ersetzt, der auch andere Konzernunternehmen übernahm. Vorcaros Verteidigung bestreitet Unregelmäßigkeiten und betont, die Bank habe INSS-Vorschriften eingehalten. Der Fall, als größter Bankenbetrug des Landes gesehen, stellt nach FGC kein Risiko für das Finanzsystem dar, das über 122 Milliarden Real Reserven verfügt.