Der Senatspräsident der INSS-CPMI, Carlos Viana (Podemos-MG), kündigte die Vorladung der Banker Daniel Vorcaro und Luiz Félix Cardamone Neto für Aussagen am 5. Februar an. Die Vernehmungen sind Teil der Untersuchungen zu Betrügereien bei Lohnabzugskrediten für INSS-Rentner. Die Kommission bemüht sich auch, einen Habeas-Corpus-Beschluss aufzuheben, um Maurício Camisoti zu hören.
Senator Carlos Viana, Präsident der Gemeinsamen Parlamentsuntersuchungskommission (CPMI) zum INSS, gab am 28. Januar den Termin für die Vernehmungen von Daniel Vorcaro, ehemaligem Eigentümer der Banco Master, und Luiz Félix Cardamone Neto, ehemaligem Präsidenten der Banco BMG, bekannt. Die Sitzungen sind für den 5. Februar angesetzt, wenn der Ausschuss seine Arbeit im Nationalkongress wieder aufnimmt. „Wir informieren Brasilien, dass Daniel Vorcaro und Luiz Félix Cardamone Neto für diesen Donnerstag, den 5. Februar, vor die INSS-CPMI geladen wurden“, schrieb Viana in einem Social-Media-Post. Die Vorladung ist verbindlich, mit Möglichkeit einer zwangsweisen Vorführung bei Nichterscheinen, obwohl letztes Jahr einige gerichtliche Verfügungen erhielten, um nicht aussagen zu müssen. Die CPMI untersucht Betrügereien bei Lohnabzugskrediten für INSS-Rentner und Pensionäre sowie Verdachtsfälle von Geldwäsche, Korruption und organisiertem Verbrechen. Vorcaro wird verdächtigt, ein Einflussnetzwerk in Brasília aufgebaut zu haben, um Betrügereien der Banco Master in Höhe von 50 Milliarden Reais zu vertuschen. Ende letzten Jahres hob die Kommission das Steuer-, Bank- und Telematikgeheimnis von Vorcaro auf, einschließlich der Beschaffung von Daten von Unternehmen wie Meta, WhatsApp, Google, Telegram, Apple, Twitter und ByteDance (TikTok). Die Kommission arbeitet auch daran, den Habeas Corpus, der Maurício Camisoti vor einer Aussage schützt, aufzuheben. Es ist noch nicht festgelegt, ob die Aussage öffentlich mit Live-Übertragung oder in geheimer Sitzung stattfinden wird. Die Abgeordneten planen, sich auf Vorcaros Beziehungen zu einflussreichen Figuren aus den drei Gewalten der Republik zu konzentrieren, was den Neustart der legislative Arbeit aufwühlen dürfte.