Im laufenden Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher unerlaubter Bereicherung hat der Bundesstaatsanwalt Gerardo Pollicita Beweismaßnahmen gegen den Stabschef Manuel Adorni beantragt. Hintergrund ist die Aussage eines Piloten, die Adornis Behauptung widerspricht, er habe einen privaten Familienflug nach Punta del Este selbst bezahlt. Richter Ariel Lijo wird die Vermögensprüfungen leiten, während Umfragen zeigen, dass 70 Prozent der Argentinier Adorni für korrupt halten.
Aufbauend auf der Aussage des Piloten Agustín Issin vom Donnerstag – der angab, dass der Journalist Marcelo Grandio 3.000 US-Dollar in bar für Adornis Rückflug von Punta del Este bezahlt habe – haben der Bundesstaatsanwalt Gerardo Pollicita und Richter Ariel Lijo Beweismaßnahmen eingeleitet, um Adornis Vermögen auf Anzeichen einer unerlaubten Bereicherung zu untersuchen.
Die Prüfung konzentriert sich auf die Reise während des Karnevalswochenendes, die Adorni mit seiner Familie und dem Freund und Televisión-Pública-Journalisten Marcelo Grandio unternahm. Adorni beharrt darauf, dass er die Kosten für sich und seine Familie persönlich getragen habe.
Neue Details sind bekannt geworden: Während seiner Aussage schrieb Grandio der Sekretärin des Piloten eine Nachricht, um zu fragen, ob er sie anrufen könne; sie hatte Adornis Rückflug aus Uruguay koordiniert.
Expertenanalysen sollen die Zusammensetzung von Adornis Vermögen ermitteln. Eine nationale Umfrage von Perfil deutet auf einen drastischen Imageverlust hin, da mittlerweile 70 Prozent der Befragten ihn im Zuge der Flugkontroverse für korrupt halten.
Die Entwicklungen folgen auf Berichte von TN und Perfil vom 27. März 2026.