Die Justiz untersucht die digitalen Währungsgeschäfte von Kabinettschef Manuel Adorni im Rahmen von Ermittlungen wegen angeblicher unrechtmäßiger Bereicherung. Ministerin Patricia Bullrich forderte ihn auf, eine eidesstattliche Vermögenserklärung abzugeben, was zu internen Spannungen mit Karina Milei führte.
Staatsanwalt Gerardo Pollicita forderte Informationen von digitalen Plattformen und der Zentralbank über Konten, virtuelle Geldbörsen und Finanzprodukte an, die Adorni, seiner Ehefrau Bettina Angeletti und der Firma MasBe gehören. Die erhaltenen Daten zeigen Bewegungen von geringen Beträgen im Vergleich zu den im Fall aufgeführten Bargeldbeträgen.
Das Bankgeheimnis für Adorni und Angeletti wurde vor einem Monat aufgehoben. Pollicita treibt nun Maßnahmen voran, um die Finanzbewegungen und mögliche Vermögensunstimmigkeiten zu rekonstruieren.
Bullrich forderte Adorni auf, eine vorzeitige eidesstattliche Erklärung einzureichen, um sein Vermögen zu erläutern. Die Forderung löste einen Streit mit Karina Milei aus, der wichtigsten politischen Unterstützerin des Beamten. In einer Kabinettssitzung bat Präsident Javier Milei um Unterstützung für Adorni.