Der Pilot Agustín Issin sagte vor Gericht aus, dass der Rückflug von Kabinettschef Manuel Adorni aus Punta del Este vom Journalisten Marcelo Grandio bezahlt wurde, was Adornis Darstellung widerspricht. Adorni beharrt darauf, den Flug aus eigener Tasche bezahlt zu haben, und führt weiterhin Treffen durch, um Normalität zu demonstrieren. Der Abgeordnete Oscar Zago forderte seinen Rücktritt aufgrund des Schadens für das Image der Regierung.
Am Donnerstag, den 26. März 2026, sagte der Pilot Agustín Issin vor dem Bundesrichter Ariel Lijo am Gericht Comodoro Py in Buenos Aires aus. Er erklärte, dass Kabinettschef Manuel Adorni seinen privaten Rückflug von Punta del Este während des Karnevalswochenendes nicht selbst bezahlt habe, sondern der Journalist von TV Pública, Marcelo Grandio, ein Freund des Regierungsbeamten. Issin erläuterte, dass Grandio 3.000 US-Dollar in bar über eine dritte Person namens 'Horacio' gezahlt habe, nachdem er Rabatte für Leerflüge ausgehandelt hatte. Die Rechnung wurde erst am 9. März, also Wochen später, ausgestellt, da Issin im Urlaub gewesen sei, erklärte er. Der Zeuge betreibt die Maklerfirma Jag Executive Aviation für Flüge der Alpha Centauri, Teil eines 42.250-Dollar-Pakets für 10 Flüge nach Punta del Este, und legte Chat-Protokolle vor, die Grandios Buchung bestätigen. Die Flughafen-Sicherheitsbehörde (PSA) durchsuchte die Studios von TV Pública nach Grandios Verträgen, um mögliche Geschenke oder Unregelmäßigkeiten bei der Beauftragung zu prüfen. In einer Pressekonferenz am Mittwoch verteidigte sich Adorni: 'Ich habe für die Reise bezahlt. Ein Geschenk wäre es nur, wenn ich nicht bezahlt hätte' und 'Mit meinem Geld mache ich, was ich will', wobei er betonte, er werde vor Gericht antworten und sein Vermögen stamme aus 35 Jahren in der Privatwirtschaft. Am Donnerstag traf sich Adorni mit Patricia Bullrich, um die legislative Reformagenda zu skizzieren, und postete auf X: 'Mit Patricia Bullrich... Ein absolutes Genie. Ende'. Bullrich antwortete: 'Dies wird der reformfreudigste Kongress der Geschichte sein'. Er traf sich zudem mit Justizminister Juan Bautista Mahiques wegen 62 Richterposten für den Senat und plant Gespräche mit Sandra Pettovello und Diego Santilli. Am Freitag soll er die Rückendeckung von Javier Milei erhalten. Der Abgeordnete Oscar Zago (MID) bezeichnete den Skandal als 'beschämend' und forderte: 'Er muss zurücktreten und der Regierung nicht weiter schaden', insbesondere angesichts der Wirtschaftskrise.