Die Fiscalía Regional Metropolitana Sur hat am Sonntag mit der formalen Anklageerhebung gegen 17 Beschuldigte im Rahmen der Operation Tokio begonnen, einer Untersuchung zu Geldwäscheaktivitäten, die mit dem Tren de Aragua in Verbindung stehen.
Die Anhörung findet im Justizzentrum in Santiago statt und wird von dem regionalen Staatsanwalt Héctor Barros zusammen mit den Staatsanwälten Milibor Bugueño und Luis Barraza geleitet. Den Beschuldigten werden kriminelle Vereinigung, Erpressung, unerlaubte Vereinigung zur Geldwäsche sowie Geldwäsche vorgeworfen. Laut der Staatsanwaltschaft wusch das Netzwerk zwischen 2022 und 2025 etwa 75 Milliarden Pesos und schleuste mehr als 84 Millionen US-Dollar aus Chile aus, die aus Erpressung, Drogenhandel, Prostitution und Schmuggel stammten. Der Einsatz am 2. Juni führte zu 19 Festnahmen. Die Ermittlungen wurden nach einem fünffachen Mordfall in Lampa eingeleitet. Staatsanwalt Barros bezeichnete den Vorgang als den ersten großen Schlag gegen die wirtschaftliche Struktur der Gruppe. Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein als José Pérez Asencio identifizierter leitender Angestellter der Banco Santander.