Acht mutmaßliche Mitglieder eines Drogenhandelsnetzwerks wurden am Montag bei einem großangelegten Polizeieinsatz in Grenoble festgenommen.
Innenminister Laurent Nuñez gab am Donnerstag bekannt, dass an der Operation rund hundert Polizeibeamte, darunter die Spezialeinheit RAID, beteiligt waren, um ein Netzwerk im Stadtviertel Villeneuve zu zerschlagen. Den Verdächtigen wird Drogenhandel vorgeworfen; mehreren von ihnen zudem Freiheitsberaubung unter Anwendung von Folter und Grausamkeit.
Parallel dazu kam es im gesamten Ballungsraum bei Straßeneinsätzen zu rund dreißig weiteren Festnahmen. Diese erfolgen vor dem Hintergrund eines territorialen Konflikts zwischen Drogenhändlern, der seit Ende 2025 wütet und zwischen Dezember und Januar bereits zehn Todesopfer forderte.
Eine weitere Eskalation ereignete sich am 29. Mai mit der Verschleppung einer fünfzigjährigen Frau, die in Verbindung mit einem Händler stand. Sieben junge Männer, darunter zwei Minderjährige, wurden Ende Juni angeklagt und in Untersuchungshaft genommen, um weitere Gewalttaten zu verhindern.