Ein 29-jähriger Mann und seine Partnerin wurden am Mittwoch wegen organisierten Mordes angeklagt, nachdem es am Samstagabend bei einem Drogenumschlagplatz in Toulouse zu einer tödlichen Schießerei gekommen war.
Die Schießerei ereignete sich am Samstagabend im Stadtviertel Izards. Ein Schütze erreichte einen Platz, der als bekannter Drogenumschlagplatz gilt, und feuerte mindestens vier Schüsse auf eine Gruppe ab. Das Opfer, ein 22-jähriger algerischer Staatsbürger, verstarb, nachdem eine Kugel seine Aorta durchschlagen hatte, so das Ergebnis der am Dienstag durchgeführten Obduktion.
Der Staatsanwalt von Toulouse, David Charmatz, erklärte, der Verdächtige, der 13 Vorstrafen hat, von denen mehr als die Hälfte mit Drogenhandel in Zusammenhang stehen, habe seit etwa einem Monat unter spezieller Beobachtung gestanden. Er wurde innerhalb einer Stunde festgenommen; bei ihm wurden eine Kapuze und Handschuhe mit Schmauchspuren gefunden. Passende Patronenhülsen wurden bei einer Durchsuchung seines Zuhauses entdeckt.
Dem Paar werden zudem versuchter Mord im Rahmen einer organisierten Bande, kriminelle Verschwörung sowie illegaler Waffen- und Munitionsbesitz vorgeworfen. Der Staatsanwalt merkte an, dass es im ersten Quartal 2026 in Toulouse genauso viele Tötungsdelikte und Tötungsversuche durch organisiertes Verbrechen gegeben habe wie in Marseille im selben Zeitraum.