José Manuel Mena, Präsident des Bankenverbandes, erklärte nach dem Fall Operación Tokio, dass keine Branche vor organisierter Kriminalität gefeit sei.
Vor knapp zwei Wochen erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen 17 Beschuldigte wegen krimineller Vereinigung, Erpressung, Geldwäsche, Drogenhandels und Fahrzeugschmuggels in einem mit dem Tren de Aragua in Verbindung stehenden Netzwerk, bei dem es um 75 Milliarden Pesos ging. Zwei Angestellte von Santander und BancoEstado waren involviert, hatten jedoch keinen Zugriff auf Datenbanken oder die Befugnis, Überweisungen zu tätigen. Die Banken hatten bereits vor zwei Jahren Verdachtsmeldungen an die UAF übermittelt. Mena sagte, der Fall treibe Verbesserungen bei den Kontrollen voran und forderte eine stärkere Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor, um Rückmeldungen von der UAF zu erhalten. Er wies darauf hin, dass das Bankensystem über 50.000 Fachkräfte beschäftige und monatlich eine Milliarde Transaktionen abwickle.