Am Sonntag wurden im Rahmen der Operación Tokio 17 mit der Tren de Aragua in Verbindung stehende Personen wegen krimineller Vereinigung, Erpressung, Geldwäsche, Drogenhandels und Schmuggels offiziell angeklagt. Unter ihnen befinden sich zwei Bankangestellte, einer von der Banco Santander und eine von der BancoEstado.
Die Fiscalía Metropolitana Sur und die Policía de Investigaciones haben ein Netzwerk zerschlagen, das fast 80 Millionen Dollar aus Drogenhandel und Erpressungen im Stadtviertel Bellavista bewegte. Der regionale Staatsanwalt Héctor Barros bezeichnete dies als den schwersten Schlag gegen das Vermögen der Gruppierung. Unter den Angeklagten ist José Carlos Pérez Asencio, ein leitender Angestellter der Banco Santander, der mehr als 400 Millionen Pesos über acht Konten bewegte, um sie in Kryptowährungen umzuwandeln und außer Landes zu schaffen. Ebenfalls angeklagt wurde Rossana Blanco Blanco, eine Venezolanerin, die seit 2023 als externe Führungskraft bei der BancoEstado tätig war. Blanco, Lebensgefährtin von Joel David Díaz, dem Anführer der als Shelby bekannten Fraktion, gründete Scheinfirmen und war am Schmuggel gestohlener Fahrzeuge nach Bolivien beteiligt. Richter René Cerda ordnete Untersuchungshaft an. Die BancoEstado teilte mit, man sei am Freitag informiert worden und habe ihren Zugang umgehend gesperrt.