Guillermo Arturo Zuany Portillo ist als Leiter der strategischen Operationen der Generalstaatsanwaltschaft von Chihuahua zurückgetreten, nachdem bekannt wurde, dass ausländische Agenten an einer Drogenrazzia teilgenommen hatten. Der Einsatz im April in der Gemeinde Morelos löste Untersuchungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen die nationale Souveränität aus.
Guillermo Arturo Zuany Portillo reichte am Dienstagnachmittag seinen Rücktritt ein, nachdem die Generalstaatsanwältin Wendy Chávez Videos gemeldet hatte, die einen ausländischen Agenten mit einer Schusswaffe in den Räumlichkeiten der Fiscalía de Operaciones Estratégicas zeigten. Das Verwaltungspersonal leitete umgehend seine Entlassung ein.
Der Einsatz fand zwischen dem 16. und 19. April in der Gemeinde El Pinal statt, um ein Labor für synthetische Drogen auszuheben. Vier ausländische Personen schlossen sich dem Konvoi in Zivilkleidung und ohne offizielle Abzeichen an. Am 19. April kamen bei einem Verkehrsunfall zwei Agenten der Agencia Estatal de Investigación sowie zwei US-Amerikaner ums Leben.
Gouverneurin Maru Campos verteidigte den Einsatz und erklärte, er sei von mexikanischen Behörden mit rechtlicher Befugnis durchgeführt worden. Sie sagte, sie habe weder die ausländische Präsenz genehmigt noch von ihr gewusst und eine Spezialeinheit damit beauftragt, die Fiscalía General de la República zu unterstützen.
Präsidentin Claudia Sheinbaum sandte am 22. April eine diplomatische Note an die Vereinigten Staaten und forderte Erklärungen. Bisher liegt keine offizielle Antwort der US-Behörden vor.