Der Kongress von Sinaloa hat am Samstag einer von Gouverneur Rubén Rocha Moya beantragten 30-tägigen vorübergehenden Beurlaubung zugestimmt, nachdem die USA Vorwürfe wegen Verbindungen zum Sinaloa-Kartell erhoben hatten. Zur Interims-Gouverneurin wurde Regierungssekretärin Yeraldine Bonilla Valverde ernannt. Rocha wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sein Gewissen sei rein.
Rubén Rocha Moya, der Morena-Gouverneur von Sinaloa, beantragte am Freitagabend, dem 1. Mai, eine vorübergehende Beurlaubung, zwei Tage nachdem das US-Justizministerium ihn und neun weitere Personen beschuldigt hatte, Verbindungen zum Sinaloa-Kartell, insbesondere zu den Los Chapitos, den Söhnen von Joaquín 'El Chapo' Guzmán, zu unterhalten.
"Ich habe ein reines Gewissen, ein lebenslanges Werk steht hinter meinen Worten. Ich sage es klar und unmissverständlich: Die Vorwürfe gegen mich sind falsch und bösartig", erklärte Rocha in einem Video. Er sagte, der Urlaub diene dazu, die Untersuchungen der Generalstaatsanwaltschaft (FGR) nicht zu behindern.
Der Kongress des Bundesstaates genehmigte den Antrag am Samstag, dem 2. Mai, in einer außerordentlichen Sitzung einstimmig und ernannte Yeraldine Bonilla Valverde, die seit Oktober 2025 Generalsekretärin der Regierung und die erste Frau in diesem Amt ist, zur Interims-Gouverneurin. Bonilla wurde kurz nach 11:00 Uhr vereidigt.
Die FGR wies den US-Antrag auf vorläufige Auslieferungshaft wegen mangelnder Beweise und fehlender Dringlichkeit zurück und forderte über das Außenministerium zusätzliche Dokumente an. Sie wird eine eigene Untersuchung einleiten.
Oppositionsparteien wie Movimiento Ciudadano und PRI kritisierten die Beurlaubung als unzureichend und forderten die Aufhebung von Rochas Immunität. Jorge Álvarez Máynez von der MC sagte: "Solange er seine Immunität behält, bleibt die Straflosigkeit bestehen". Senator Enrique Inzunza, der ebenfalls beschuldigt wird, bleibt im Amt, um die "Falschbehauptungen" zu widerlegen.