Nach dem Absturz am 18. April, bei dem zwei mexikanische Beamte und zwei CIA-Agenten während einer gemeinsamen Drogenlabor-Operation in Chihuahua ums Leben kamen, forderte Präsidentin Claudia Sheinbaum Erklärungen von den staatlichen Behörden und dem US-Botschafter. Sie bezeichnete die nicht genehmigte Beteiligung der USA als 'Gesetzesverstoß'. Senator Javier Corral warf dem Bundesstaat Widersprüchlichkeiten vor, da Berichte enthüllten, dass es sich bereits um die dritte CIA-Operation im Bundesstaat in diesem Jahr handelte.
Der Absturz ereignete sich am 18. April in der Gemeinde Morelos und forderte das Leben des Leiters der Ermittlungsbehörde des Bundesstaates Chihuahua (AEI), Pedro Román Oseguera Cervantes, seines Begleiters Manuel Genaro Méndez sowie zweier CIA-Agenten, die während eines von der Nationalen Verteidigungsbehörde (Sedena) unterstützten Einsatzes in einem Drogenlabor Uniformen der AEI trugen. Siehe frühere Berichterstattung zur ersten Reaktion der Bundesregierung und zu den Beileidsbekundungen.
Der Staatsanwalt César Jáuregui Moreno behauptete am 21. April zunächst, die Agenten seien lediglich zu Ausbildungszwecken in Chihuahua gewesen und gemeinsam auf der Rückreise gewesen, ohne an dem Einsatz beteiligt zu sein. Die Los Angeles Times berichtete jedoch, dass vier CIA-Agenten involviert waren, was ihren dritten Einsatz im Bundesstaat im Jahr 2026 markiert.
Am 23. April bezeichnete Sheinbaum dies als einen 'Gesetzesverstoß', da die Genehmigung des Außenministeriums (SRE) fehlte. 'Es ist keine Herausforderung an unsere Regierung, es ist ein Verstoß gegen das Gesetz', erklärte sie und forderte Aufklärung von Gouverneurin María Eugenia Campos (deren Kontakt sie erfolglos suchte) sowie von US-Botschafter Ron Johnson.
Senator Javier Corral (PAN) verurteilte die 'Lügenwelle' der Regierung von Chihuahua angesichts widersprüchlicher Aussagen, einschließlich der Schuldzuweisung an Soldaten, die den Vorfall nicht gemeldet hatten. Der Senat stimmte zu, Campos zu einem Arbeitstreffen einzuladen, um den Sachverhalt zu klären. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, forderte Sheinbaum dazu auf, Mitgefühl für die verlorenen Leben zu zeigen und die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels zu verstärken.