Die Regierung von Präsident José Antonio Kast hat Dekrete formalisiert, mit denen sieben strategische Positionen vom System des Hohen Öffentlichen Managements (ADP) ausgeschlossen werden, was Direktberufungen ermöglicht. Die im Amtsblatt veröffentlichten Maßnahmen betreffen Dienststellen wie Fonasa, Conadi und die Arbeitsdirektion.
Die chilenische Regierung unter Präsident José Antonio Kast hat die sogenannten „silver bullets“ aktiviert, ein Instrument gemäß Gesetz Nr. 19.882, das das System des Hohen Öffentlichen Managements (ADP) regelt. Es erlaubt der Exekutive, zu Beginn der Amtszeit bis zu 12 Dienststellenleiter direkt zu ernennen und dabei öffentliche Ausschreibungen zu umgehen, um Besetzungen in Schlüsselbereichen während der ersten Monate zu beschleunigen. Die vom Finanzministerium im Amtsblatt formalisierten Dekrete schließen die Positionen des Nationaldirektors des Nationalen Migrationsdienstes, des Arbeitsdirektors, des Direktors der Nationalen Körperschaft für indigene Entwicklung (Conadi), des Direktors des Nationalen Gesundheitsfonds (Fonasa), des Exekutivdirektors des Umweltverträglichkeitsprüfungsdienstes (SEA), des Fiskals des Ministeriums für öffentliche Arbeiten (MOP) sowie des Gesundheits-Superintendenten vom ADP aus. Zu den bestätigten Ernennungen gehören Jorge Trujillo beim Internal Revenue Service (SII), David Oddó bei der Arbeitsdirektion und Frank Sauerbaum beim Nationalen Migrationsdienst. Diese Rollen sind entscheidend für wirtschaftliche Reformen in den Bereichen Steuern und Arbeitsaufsicht. Die Maßnahme erfolgt inmitten politischer Spannungen, begleitet von Kritik seitens der Gewerkschaften und der Opposition bezüglich Budgetkürzungen, der Aussetzung von Arbeitsinitiativen sowie der Überprüfung von Umwelt- und Indigenenpolitiken. Der Präsident kann zudem Rücktritte anderer Führungskräfte verlangen und bis zum Abschluss von Auswahlverfahren kommissarische Leiter einsetzen.