Der in Glasgow ansässige Saxophonist Brian Molley und sein Quartett werden am 20. März ihr sechstes Album Tùs/Origin veröffentlichen. Die Platte erforscht schottische musikalische Einflüsse auf den Jazz und greift auf Traditionen wie gälisches Psalmensingen sowie Verbindungen zum Abolitionisten Frederick Douglass zurück. Gegründet 2012, hat die Gruppe durch Tourneen und hochgelobte Veröffentlichungen einen internationalen Ruf erlangt.
Das Brian Molley Quartet unter Leitung des Saxophonisten Brian Molley aus Glasgow bringt Tùs/Origin am Freitag, 20. März, heraus. Dies ist das sechste Studioalbum des Ensembles nach Journeys, das in der Wüste Rajasthans aufgenommen wurde und Kollaborationen mit indischen Musikern umfasste. Molley erklärt den Schwerpunkt des Albums: „Die ersten schottischen Einwanderer, die nach Kanada und Amerika reisten, nahmen ihre Kultur mit, einschließlich einer einzigartigen schottischen musikalischen Tradition, bekannt als Call-and-Response-Line-Singing.“ Er ergänzt, dass diese Praxis, die im gälischen Psalmensingen prominent ist, die Entwicklung von Jazz und Popmusik beeinflusst hat. Das Album würdigt den Abolitionisten des 19. Jahrhunderts Frederick Douglass, der häufiger Gast in Schottland war, durch eine durchkomponierte Suite mit einer musikalischen Ode und Klage. Die Einflüsse umfassen lokale und breitere Traditionen. „Wir wollten Traditionen integrieren, einschließlich Einflüssen von den Äußeren Hebriden, weshalb das Album diese ebenso wie einen Louisiana-Gospel-Stomp, einen Jig und einen Hoedown enthält“, sagt Molley. „Es ist respektvoll, bewahrt aber den Sinn für Abenteuer und Begeisterung des zeitgenössischen Jazz.“ Gegründet 2012, besteht das Quartett aus Molley am Saxophon, Pianist Tom Gibbs, Kontrabassist David Bowden und Schlagzeuger Stephen Henderson. Molley erhielt nach ihrem Debüt Clock 2013 von Jazzwise-Magazin die Auszeichnung „One to Watch“. Spätere Veröffentlichungen umfassen Colour and Movement 2017 und Modern Traditions 2021, beide international hochgelobt. Die Gruppe trat in Venues wie Sunset in Paris, The Jazz Station in Brüssel, Rochester International Jazz Festival in New York, Harmonia Jazz Festival in Brasilien, Jarasum Jazz Festival in Südkorea und Rajasthan International Folk Festival auf. Neuere Reisen umfassen die erste Brasilienreise sowie einen Auftritt beim Auckland Arts Festival in Neuseeland 2024. Molley reflektiert über den Wechsel des Fokus: „Nach zwei Alben, die uns erfolgreich mit führenden indischen Musikern verbanden und Konzerte mit Hommagen an Top-Komponisten wie Henry Mancini und Antonio Carlos Jobim umfassten, wollten wir unsere schottischen Wurzeln betonen.“ Das Material wurde am Edinburgh Fringe getestet und stieß auf positive Publikumsreaktionen; frühes Radio-Feedback ist ermutigend.