Das Tacamis Trio feierte die Veröffentlichung seines neuen Albums J.S. Bach: Goldberg Variations mit einer Launch-Party in Toronto. Ansässig in Winnipeg, führte das Doppelrohr-Ensemble die bearbeitete Komposition am 31. Januar 2026 im Arts & Letters Club auf. Das Album, erschienen bei Leaf Music am 16. Januar, enthält die Bearbeitung der ikonischen Klavierkomposition von Bach durch Caitlin Broms-Jacobs.
Das Tacamis Trio, bestehend aus Oboistin Caitlin Broms-Jacobs, Englischhornistin Tracy Wright und Fagottist Allen Harrington, arbeitet seit etwa 15 Jahren zusammen in der Manitoba Chamber Orchestra. Ihr neuestes Projekt interpretiert die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach, BWV 988, ursprünglich um 1741 für Klavier komponiert, neu. Das Album umfasst die Arie und alle 30 Variationen und hebt Bachs meisterhafte Harmonik, Kontrapunkt und eine wiederkehrende 32-taktige Basslinie hervor, die von seren zu intricaten Tempi wechselt. Das Ensemble entwickelte die Bearbeitung während der COVID-19-Lockdowns, als Live-Auftritte eingestellt wurden. „Wir hatten diese verrückte Idee“, erinnerte sich Broms-Jacobs und gab Wright den Anstoß für die erste Inspiration, sich den Goldbergs zu widmen. Als selbsternannte „Binge-Arbeiterin“ entwarf Broms-Jacobs die erste Hälfte der Bearbeitung in etwa zwei Wochen und verteilte die Stimmen für isolierte Übungen. Das Debüt des Stücks fand 2020 vor begrenztem Publikum statt, mit Plexiglas-Barrieren schützend. Es folgten weitere Live-Auftritte, und die Aufnahmesessions erstreckten sich über vier Tage im Juni 2025 in der St. John’s Anglican Church in Winnipeg. Beim Toronto-Event, moderiert von Adam Sherkin von Piano Lunaire, lieferte das Trio eine nahtlose Darbietung. Die Bearbeitung verteilt melodische und kontrapunktische Elemente auf die unterschiedlichen Klangfarben der Instrumente und fördert eine kollaborative Dynamik. „Ich war sehr zufrieden, als wir das erste Mal zusammenkamen, um es zu spielen“, teilte Harrington mit. Sherkin bemerkte: „Es fühlt sich sehr wie ein gleichberechtigter Einsatz an.“ Zu Bachs möglicher Rezeption sagte Broms-Jacobs: „Ich glaube, er würde das Konzept einer Bearbeitung gutheißen.“ Die Goldbergs haben einen legendären Platz in der Klassik, mit Referenzen wie Glenn Goulds wegweisender Aufnahme und Víkingur Ólafsons zeitgenössischer Interpretation. Sherkin nannte die Leistung des Trios „eine bemerkenswerte Errungenschaft“, die trotz technischer Herausforderungen wie schnellen Verzierungen und Registerwechseln innovativ für Doppelrohrblasinstrumente ist.