Van-Morrison-Kompilation T.B. Sheets erhält Neuauflage

Eine 1974er-Kompilation früher Soloaufnahmen von Van Morrison, zentriert um den gespenstischen Track „T.B. Sheets“, wurde in Originalform von Friday Music neu aufgelegt. Das Album fängt Morrisons rohe erste Solosessions von 1967 ein, die psychedelischen R&B mit persönlicher Erzählung vermischen. Diese Veröffentlichung hebt die unbearbeiteten Schätze seiner Übergangsphase vom Bandfrontmann zum gefeierten Solokünstler hervor.

Van Morrisons „T.B. Sheets“, ein neuninhalbminütiges psychedelisches R&B-Meisterwerk, bildet den Kern dieser 1974er-Kompilation, die nun ohne Ergänzungen vom erhaltungsorientierten Label Friday Music neu aufgelegt wurde. Aufgenommen 1967 in New York für Bang Records des Produzenten Bert Berns unter dem Atlantic-Label, markieren die Sessions Morrisons ersten Soloversuch nach seiner Zeit bei der irischen Garage-Rock-Band Them.

Der Titeltrack erzählt eine wahre Geschichte von einem Mädchen namens Julie, das an Tuberkulose starb und mit dem Morrison zusammenlebte. Statt offenkundiger Trauer oder Angst vermittelt das Lied eine taube Distanz, fixiert auf banale Details inmitten des Grauens der Sterblichkeit. Morrison stöhnt: „The sunlight shining through the crack in the window pane numbs my brain“, über einem huschenden Hammond-Orgel, was eine langsam erstickende Trostlosigkeit ohne dramatische Erkenntnisse heraufbeschwört.

Was den Track erhebt, ist seine kompromisslose Darstellung menschlicher Selbstsucht: Während Julie verblasst, klagt Morrison über seine eigenen Kämpfe und unterstreicht, dass selbst selbstlose Reichweite Grenzen hat. Verstört nach der Wiederbeschwörung dieser Erinnerung, brach er die restlichen Sessions ab.

Die Kompilation umfasst sieben weitere Stücke, darunter die Original-45-U/min-Version seines Hits „Brown Eyed Girl“. Diese Tracks, die Unschuld und Erfahrung mischen, stammen ursprünglich aus Morrisons Debüt von 1967 „Blowin’ Your Mind“ und später aus „Bang Masters“ von 1991. Mit schreiender Lead-Gitarre, schimmernder Orgel und Morrisons soulversehrtem Slur pulsiert die Musik vor roher Energie – Fuzz-Gitarren-Licks weben wie Girlanden, Saloon-Klavier klingt inmitten von Leslie-Lautsprecher-Sirenen.

Obwohl unreif im Vergleich zu seinem Durchbruch von 1968 „Astral Weeks“, das Songs wie „Beside You“ und „Madame George“ in düsterer akustischer Form umarbeitet, bietet „T.B. Sheets“ unverfälschtes Potenzial. Morrisons drängende, impressionistische Poesie, vorgetragen mit Heulen und Geheul, fängt die Flüchtigkeit der Kommunikation lebendiger ein als je polierte Texte es könnten.

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