Nachwahlen bedrohen führende kenianische Politiker

Die Nachwahlen in Kenia am 27. November mögen klein erscheinen, doch ihre politischen Risiken für Spitzenpolitiker sind erheblich. Figuren wie Präsident William Ruto, Rigathi Gachagua und die ODM-Führung stehen in Regionen wie Mbeere North und Malava einer großen Prüfung gegenüber. Die Wahlkämpfe enden am 24. November 2025 vor der Abstimmung.

Die Unabhängige Wahlkommission und Grenzbehörde (IEBC) hat 181 Kandidaten für 24 Wahlbezirke genehmigt, darunter den Senatssitz von Baringo, sechs Parlamentskreise – Mbeere North, Malava, Kasipul, Ugunja, Magarini und Banisa – sowie 17 Wards. Gideon Balang, Leiter der Wahloperationen der IEBC, erklärte: „Die Wahlkämpfe enden am Montag, den 24. November 2025, 48 Stunden vor dem Tag der Nachwahlen.“

Die umkämpftesten Sitze sind Mbeere North und Malava, wo Präsident William Ruto Vizepräsident Prof. Kithure Kindiki beauftragt hat, den Sieg des Regierungskandidaten zu sichern. Dies macht die Abstimmung zu einem Maßstab für Kindikis politischen Einfluss im Mount Kenya East und sein Potenzial als Running Mate Rutis 2027. Eine Niederlage dort könnte den Kabinettssekretär für öffentlichen Dienst Geoffrey Ruku und die Gouverneurin von Embu Cecily Mbarire gefährden. Rutis Berater Farouk Kibet beaufsichtigt seit Wochen die UDA-Kampagnen in Malava.

Gachagua hingegen unterstützt Kandidaten der Oppositionsallianz, wobei Malava sein traditionelles Machtgebiet ist. Analyst Dismas Mokua sagte: „Jedes Lager hat eine große Verantwortung, diese Schlüsselsitze zu gewinnen.“ Eine Niederlage Rutis wäre ein Schlag für die Regierung und würde Gachagua stärken. Premierminister Musalia Mudavadi steht in Malava, seiner Basis im Westen Kenias, unter Druck, wo DAP-K Seth Panyako aufstellt und UDA David Ndakwa unterstützt.

Dies sind die ersten großen Tests für die ODM seit dem Tod von Raila Odinga am 15. Oktober in Indien. Die Partei stützt sich auf Odingas „letzte Segnungen“ für Kandidaten Boyd Were (Kasipul), Moses Omondi (Ugunja) und Harrison Kombe (Magarini). Die nationale Vorsitzende Gladys Wanga mahnte: „Stimmen Sie für ODM-Kandidaten, um das Erbe von Raila Amollo Odinga zu ehren.“ Eine Niederlage könnte Bedenken über die Zukunft der ODM aufwerfen.

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