Donald K. Tarlton, bekannt als Donald K. Donald und eine Schlüsselfigur der kanadischen Musikindustrie als Konzertveranstalter und Plattenlabel-Manager, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Nachricht wurde am 13. April von CTV News bestätigt. Tarlton prägte über sechs Jahrzehnte die Live-Musikszene Montreals und gründete einflussreiche Plattenlabels.
Der aus Montreal stammende Donald K. Tarlton gründete 1966 Donald K. Donald Productions und organisierte Konzerte an Spielstätten wie dem Montreal Forum. Ein entscheidender Moment ereignete sich 1968, als er nach einem Zwischenfall hinter der Bühne mit Janis Joplin die Rock-Promotions von seinem Mentor Sam Gesser übernahm. Später arbeitete Tarlton unter anderem mit The Rolling Stones zusammen und erhielt 1972 deren „Above and Beyond the Call of Duty“-Auszeichnung, nachdem er während einer Tourneeunterbrechung die Ausrüstung gesichert hatte; zudem produzierte er in den 1990er Jahren Celine Dions Welttourneen durch DKD!Spectacle. Die Band Rush würdigte ihn auf Instagram als einen „klassischen Promoter alter Schule“, mit dem sie „großartige Erinnerungen“ verbinde. 1969 gründete Tarlton gemeinsam mit Terry Flood und anderen Aquarius Records und förderte Künstler wie April Wine, Corey Hart, Sass Jordan und Sum 41. 1991 startete er mit Nick Carbone Tacca Music und nahm Interpreten aus Québec wie Kevin Parent und Jorane unter Vertrag. 2003 gründete er gemeinsam mit Chris Taylor Last Gang Records, das Label von Metric und Death From Above 1979. 1998 etablierte er Le Groupe DKD, woraus Labels wie DKD Disques, heute DEJA Musique, hervorgingen. Keith Brown, der von 1969 bis 2010 mit Tarlton zusammenarbeitete, sagte gegenüber Billboard Canada, dass sich sein Abschied „anfühle wie der Verlust eines direkten Familienmitglieds“, womit er für viele Kollegen sprach. Nanci Malek, eine ehemalige Führungskraft, beschrieb ihn als „einen Titanen der Branche“, dessen Vermächtnis fortbesteht. Tarlton erhielt im Jahr 2000 den Order of Canada, 2007 den Walt Grealis Special Achievement Award der Juno Awards sowie weitere Auszeichnungen für seine Beiträge zur Musikbranche.