Charlotte Kalla kritisiert Entscheidung zu russischen Skirennläufern

Das internationale Sportgericht CAS hat entschieden, dass russische Skirennläufer unter neutraler Flagge an Weltcup und Olympischen Spielen teilnehmen dürfen. Die Skilegende Charlotte Kalla, die stark kritisch ist, nennt die Entscheidung unglaublich falsch. Sie argumentiert, sie mache keinen Unterschied, sondern verschlimmere die Situation.

Am Dienstag verkündete CAS, dass Russland seine Berufung gewonnen hat, wodurch russische Skirennläufer an internationalen Wettkämpfen im FIS-Sportbereich, einschließlich Langlauf, teilnehmen dürfen. Die Entscheidung hebt das Verbot des Internationalen Skiverbands von 2022 auf, das aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine verhängt wurde.

Charlotte Kalla, dreifache Olympiasiegerin aus Sundsvall, äußert tiefe Überraschung und Kritik. «Fühlt sich unglaublich falsch an», sagt sie. Sie hatte gehofft, dass die Sportwelt an der früheren Entscheidung festhalten würde. «Ich hoffte, dass der Sport stark stehen und an der Entscheidung von 2022 festhalten würde», fügt sie hinzu. Laut Kalla bringt die Erlaubnis zur Teilnahme keine echte Veränderung: «Es macht keinen Unterschied, eher schlimmer».

Das Schwedische Olympische Komitee (SOK) plant keinen Boykott, eine Haltung, die Kalla als vernünftig bezeichnet. Sie ist unsicher, wie sie gedacht hätte, wenn sie noch aktiv wäre, da die Entscheidung frisch ist. Ein weiterer Olympiamedailist, Wladimir Smirnow von 1994 und in Sundsvall lebend, begrüßt die Entscheidung und betont, dass Politik die Teilnahme von Athleten nicht beeinflussen sollte. Kalla widerspricht, insbesondere angesichts des Krieges in der Ukraine.

Die Entscheidung eröffnet russischen Athleten die Tür zu kommenden Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen 2026, stößt aber Debatten über die Rolle des Sports in geopolitischen Konflikten an.

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