Das Nationale Statistikamt berichtete, dass die Arbeitslosenquote im Quartal Februar bis April 2026 9,1 Prozent erreichte. Dieser Wert entspricht einem Anstieg um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr und ist der höchste Stand seit dem Quartal April bis Juni 2021.
Die Zahlen des INE zeigen, dass die Erwerbsbevölkerung um 1,0 Prozent wuchs, während die Zahl der Beschäftigten nur um 0,7 Prozent stieg. Die Zahl der Arbeitslosen nahm im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent zu. Besonders prekär ist die Situation für Frauen. Die Arbeitslosenquote bei Frauen erreichte 10,5 Prozent, was einem Anstieg von 0,8 Prozentpunkten innerhalb von zwölf Monaten entspricht. Die Arbeitslosigkeit junger Frauen erreichte im selben Quartal 28 Prozent, der höchste Wert seit Mitte 2020. Eine Analyse von Clapes-UC durch die Ökonomin Carmen Cifuentes zeigt, dass die weibliche Beschäftigung in den letzten zwölf Monaten zwar um 61.000 Personen gewachsen ist, das weibliche Erwerbspersonenpotenzial jedoch um 94.000 zugenommen hat. Dies führte zu 43.000 zusätzlichen arbeitslosen Frauen. Die Regierung hat den Runden Tisch zur Arbeitsmarktbelebung einberufen, der aus neun Experten besteht, um auf den sogenannten Arbeitsmarktnotstand zu reagieren. Zu den Mitgliedern gehören David Bravo und Benjamín Villena.