Der Index für Stellenanzeigen der Zentralbank erreichte im Juni 70,7 Punkte, was einem Rückgang von 6,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Arbeitslosenquote lag im Quartal März bis Mai bei 9,4 % und damit auf dem höchsten Stand seit 2021.
Das Nationale Statistikinstitut meldete, dass die landesweite Arbeitslosenquote im gleitenden Quartal März-Mai 9,4 % erreichte. Dies entspricht einem Anstieg von 0,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der von der Zentralbank veröffentlichte Index für Stellenanzeigen zeigt für Juni einen Rückgang von 6,1 % gegenüber dem Vorjahr und markiert den achten Monat in Folge mit einem Rückgang. Im Vergleich zum Mai verzeichnete der Index einen Anstieg von 4,9 %.
Carmen Cifuentes, Ökonomin bei Clapes-UC, erklärte, dass der Index nun den achten Monat in Folge einen Rückgang im Jahresvergleich aufweist, was bestätigt, dass die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften weiterhin schwach ist. Juan Acuña, Ökonom bei OCEC-UDP, stellte fest, dass im formellen Privatsektor die Zahl der Beschäftigten mit Gehalt den fünften Monat in Folge zurückgegangen ist.
Vittorio Corbo, ehemaliger Präsident der Zentralbank, prognostizierte für dieses Jahr ein BIP-Wachstum zwischen 1 % und 1,5 % sowie eine Inflation von 3,6 % bis 3,8 %. Die Regierung prüft derzeit Initiativen zur Stärkung der Beschäftigung nach der Verabschiedung der Megareform.