Die Kongresspartei nannte vier ihrer fünf Abgeordneten in Haryana, die beschuldigt werden, bei den Rajya-Sabha-Wahlen am 16. März, bei denen ihr Kandidat Karamvir Boudh mit nur einer Stimme Vorsprung gewann, über Kreuz gestimmt zu haben. Der für Haryana zuständige BK Hariprasad erklärte gegenüber Reportern in Delhi, dass Shally Chaudhary, Renu Bala, Mohammad Ilyas und Mohammad Israil über Kreuz gestimmt hätten. Gegen sie wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.
Bei den Rajya Sabha-Wahlen in Haryana am 16. März 2026 waren zwei Sitze in der Staatsversammlung umkämpft. Sanjay Bhatia von der BJP errang einen, während Karamvir Boudh vom Kongress 28 Stimmen erhielt und mit einer einzigen Stimme gegen einen von der BJP unterstützten unabhängigen Kandidaten gewann. Der Kongress verfügte über 37 Abgeordnete, aber fünf von ihnen gaben ungültige Stimmen ab, wodurch fünf bis sechs Wahlgänge ungültig wurden. Am 18. März nannte der Parteichef für Haryana, BK Hariprasad, auf einer Pressekonferenz in Delhi vier Kandidaten: Naraingarh MLA Shally Chaudhary, Sadhaura MLA Renu Bala, Punhana MLA Mohammad Ilyas und Hathin MLA Mohammad Israil. Er erklärte: "Bhupinder Singh Hooda und ich waren die Bevollmächtigten... wir haben jeden Stimmzettel unserer MLAs gesehen. Wir haben dem Disziplinarausschuss empfohlen, Anzeige zu erstatten." Der Oppositionsführer Bhupinder Singh Hooda bestätigte, dass es am 17. März fünf Kreuzabstimmungen gab. Der Ehemann von Shally Chaudhary, Ram Kishan Gujjar, einer der drei amtierenden Präsidenten des Kongresses von Haryana, trat am Dienstag zurück und bezeichnete die Anschuldigungen als unbegründet. Mohammad Israil postete in den sozialen Medien und bezeichnete die Berichte als "völlig irreführend und haltlos". Renu Bala und Mohammad Ilyas waren nicht erreichbar. Der politische Analyst Kushal Pal stellte fest, dass der knappe Sieg Disziplinlosigkeit und Fraktionszwang offenbart, lobte aber das Krisenmanagement. Der Ministerpräsident von Haryana, Nayab Singh Saini, wies die Behauptungen des Kongresses zurück und erklärte, die Stimmen für die Unabhängigen seien aus Gewissensgründen und auf demokratische Weise abgegeben worden.