Das jährliche U18-Rugbyturnier Craven Week beginnt am 6. Juli in Gqeberha, doch seine traditionelle Rolle als wichtigstes Ereignis für die Spielersuche hat sich gewandelt. Der ehemalige Spieler Ronnie Cooke erklärt, dass die Identifizierung von Talenten heute meist früher über andere Plattformen erfolgt. Ian Schwartz, Funktionär des südafrikanischen Rugbyverbandes, betont jedoch, dass das Turnier ein zentraler nationaler Prüfstein bleibe.
Die Craven Week, die erstmals 1964 ausgetragen wurde, hat mehr als 200 Springboks hervorgebracht, darunter Eben Etzebeth, Siya Kolisi und Schalk Burger. Sie ist Teil des Jugendwochen-Programms des südafrikanischen Rugbyverbandes (SARU) und umfasst Auswahlmannschaften der Provinzen.
Ronnie Cooke, heute Sportvermittler, sagte, dass das Scouting weitgehend vor dem Turnier stattfinde. „Niemand geht mehr zur Craven Week, um Spieler zu scouten“, sagte er gegenüber dem Daily Maverick. „Die Spieler haben ihre Verträge bereits unterschrieben; Universitäten haben ihnen schon Stipendien angeboten.“
Ian Schwartz, General Manager für Teilnahme und Entwicklung bei der SARU, bezeichnete das Turnier als einen Anlaufpunkt innerhalb eines fünfjährigen Prozesses zur Talentidentifizierung. SuperSport Schools hat mit 1,4 Millionen App-Nutzern bis Anfang 2026 die Sichtbarkeit erhöht und den Fokus auf Veranstaltungen wie Wildeklawer verschoben.
Schulen investieren mittlerweile durchschnittlich 6 Millionen Rand jährlich in ihre Programme für die erste Mannschaft. Die diesjährige Craven Week beginnt an der Grey High School in Gqeberha.