Am Samstag, den 2. Mai, trifft Leinster auf Toulon, und am Sonntag, den 3. Mai, empfängt Bordeaux Bégles Bath im Halbfinale des Champions Cup. Die südafrikanischen Teams Bulls, Stormers und Lions könnten in der URC-Tabelle davon profitieren. Der geteilte Fokus der europäischen Clubs auf mehrere Turniere könnte Chancen für die lokalen Franchises eröffnen.
Die südafrikanischen Rugby-Verantwortlichen haben gemischte Gefühle angesichts der Halbfinalspiele des European Champions Cup, die an diesem Wochenende in Dublin und Bordeaux stattfinden. Die Bulls und Stormers schieden in der ersten Playoff-Runde aus, während die Sharks nach der Gruppenphase eliminiert wurden. Seit dem Beitritt zu European Professional Club Rugby vor vier Jahren hat kein südafrikanisches Franchise das Halbfinale erreicht.
Trotzdem haben die Spiele eine starke südafrikanische Note. Jacques Nienaber, der in der letzten Saison mit Leinster den URC-Titel gewann, führt sein Team am Samstag gegen Toulon an, allerdings ohne den Springbok RG Snyman, der aufgrund einer Knieverletzung ausfällt. Bath, trainiert vom ehemaligen Bok-Assistenten Johann van Graan, trifft am Sonntag auf Bordeaux Bégles, wobei die Springboks Thomas du Toit und Carlü Sadie eine prominente Rolle spielen.
Bordeaux gewann 2025 den Champions Cup, während Bath 2025 die Premiership- und Challenge-Cup-Titel holte. Van Graan hat die südafrikanische „Bomb Squad“-Strategie übernommen und setzt trotz einiger Kritik aus England wichtige Spieler erst spät in den Spielen ein.
Leinsters mögliches Champions-Cup-Finale am 23. Mai liegt vor den URC-Spielen gegen die Lions und Ospreys. Ein geteilter Fokus könnte den Lions helfen, die zuletzt sechs Heimspiele in Folge gewonnen haben. Die Bulls empfangen demnächst Zebre Parma und Benetton, während die Stormers gegen Ulster und Cardiff antreten; Ulster steht an diesem Wochenende im Halbfinale des Challenge Cup.