Jean-François Humbert, ehemaliger Regionalpräsident in Franche-Comté und Senator für Doubs, starb am 20. November in Issoudun, Indre, im Alter von 73 Jahren. Er wurde 1998 bekannt, indem er die Stimmen des Front National bei den Regionalwahlen ablehnte, was ihm den Titel des 'republikanischen Helden' und die Ehrenlegion von Jacques Chirac einbrachte.
Jean-François Humbert verstarb am 20. November in Issoudun, Indre, im Alter von 73 Jahren. Als Politiker des Mitte-Rechts war er mehrmals zum Senator für Doubs gewählt worden und diente als Präsident des Regionalrats von Franche-Comté. Sein politisches Erbe wird durch einen entscheidenden Moment im März 1998 während der Regionalwahlen in Frankreich geprägt.
Die proportionale Einerrundenauswahl in Franche-Comté führte zu einem Unentschieden zwischen Links und Rechts mit je 24 Sitzen und machte die neun Räte des Front National (FN) zu Königmachern. Als UDF-Kandidat hatte Humbert versprochen, keine Zusammenarbeit mit der Partei von Jean-Marie Le Pen einzugehen. Im Gegensatz zu vier anderen rechtsgerichteten Regionalpräsidenten – Charles Millon in Rhône-Alpes, Jean-Pierre Soisson in Bourgogne, Charles Baur in Picardie und Jacques Blanc in Languedoc-Roussillon –, die diese Stimmen annahmen und eine nationale Krise auslösten, trat Humbert unmittelbar nach seiner scheinbaren Wahl zurück.
Dieser Standpunkt, den die Medien als 'dramatische Geste' bezeichneten, erhob ihn zum 'republikanischen Helden'. Zur Ehrung seines Widerstands gegen die Extreme Rechte verlieh ihm Jacques Chirac die Ehrenlegion. In seinen eigenen Reihen hatten seine Listenpartner seine Entscheidung hitzig bestritten, während auf der Linken interne Zerwürfnisse – einschließlich Gespräche zwischen dem sozialistischen Führer Pierre Moscovici und der Rechten – den Zorn schürten, besonders unter den Verbündeten von Jean-Pierre Chevènement im Mouvement des citoyens.