Skatteverket plant, 25 Prozent Mehrwertsteuer auf Parkplätze für Mieter und Eigentümer von Wohnungen ab dem 1. Oktober 2025 einzuführen, nach einer Neudeutung von EU-Regeln. Rolf Lagerquist warnt vor Mietsteigerungen, während Anders Cohen argumentiert, dass die Kosten nicht steigen müssen. Finanzministerin Elisabeth Svantesson möchte eine Untersuchung, um die Erhöhung zu stoppen.
Skatteverket hat angekündigt, dass ab dem 1. Oktober 2025 25 Prozent Mehrwertsteuer auf Parkplätze für Personen mit Mietverträgen oder Eigentum an Wohnungen erhoben wird. Diese Entscheidung resultiert aus einer Neudeutung von EU-Regeln. Rolf Lagerquist, Vorsitzender eines Wohnungsverbands in Stockholm, äußert Bedenken in einem Gastbeitrag, der am 17. November 2025 veröffentlicht wurde. Er warnt, dass die Erhöhung viele dazu veranlassen könnte, ihre Parkverträge zu kündigen, was zu leeren Plätzen und Einnahmeverlusten für Eigentümer und Wohnungsverbände führt. Diese Verluste könnten auf Mieter und Wohnungseigentümer durch höhere Mieten und Gebühren abgewälzt werden. Lagerquist fordert die Regierung auf, einzugreifen und die Steuer abzulehnen, und weist darauf hin, dass Finanzministerin Elisabeth Svantesson (M) kürzlich eine Untersuchung vorgeschlagen hat, um die Erhöhung zu verhindern.
In einer Antwort am selben Tag widerspricht Anders Cohen, Vorsitzender eines Wohnungsverbands in Falun, Lagerquists Ansicht. Er stimmt zu, dass die Mehrwertsteuer unnötige Administration für Verbände schafft, betont jedoch, dass Mieter bereits indirekt Mehrwertsteuer über die Kosten des Verbands für Dienstleistungen wie Reinigung, Schneeräumung und Wartung zahlen. Bei der neuen Berichterstattung kann der Verband Vorsteuer und Umsatzsteuer verrechnen, sodass die Gesamtkosten für Mieter unverändert bleiben – die Mehrwertsteuer erscheint nur separat auf der Rechnung. Cohen schlägt vor, dass zusätzliche Verwaltungskosten zu einer geringen Mietsteigerung führen könnten, aber nicht wesentlich durch die Mehrwertsteuerberichterstattung selbst.
Skatteverket hat auch klargestellt, dass Mehrwertsteuer auf Garagenbauten über sechs Jahre absetzbar ist. Die Debatte hebt Spannungen zwischen EU-Vorschriften und praktischen Auswirkungen auf den schwedischen Wohnsektor hervor.