Ein Meinungsartikel in La Nación hebt kürzliche Denunziationen auf Noticias Caracol hervor, die angebliche Verbindungen zwischen Mitgliedern der Nationalen Direktion für Nachrichtendienst und illegalen Gruppen in der Regierung von Gustavo Petro betreffen. Diese Enthüllungen erinnern an vergangene Korruptionsskandale in der kolumbianischen Politik. Der Text fragt, ob das Land dazu verdammt ist, von Verbündeten von Kriminellen regiert zu werden.
Der Artikel «Entre bandidos…», veröffentlicht am 1. Dezember 2025 in La Nación, reflektiert über die anhaltenden Verbindungen zwischen politischer Macht und organisiertem Verbrechen in Kolumbien. Der Autor erinnert an die schändliche Vergangenheit, als Paramilitärs, bekannt als Paracos, als Helden im Kongress empfangen wurden und sich rühmten, 35 % seiner Mitglieder zu kontrollieren. In jener Ära forderte ein Präsident die Abgeordneten auf, für seine Projekte zu stimmen, bevor er verhaftet wurde, was zur Auflösung der Nachrichtendienstbehörde und zu Verurteilungen ihrer Direktoren wegen Morden und illegaler Abhöraktionen am Obersten Gerichtshof führte.
Der Text behauptet jedoch, dass diese Episoden nicht nur Geschichte sind. Laut kürzlichen Denunziationen auf Noticias Caracol gibt es im aktuellen regering von Gustavo Petro – der der Hauptcritiker jener vergangenen Ereignisse war – Mitglieder der Nationalen Direktion für Nachrichtendienst, die illegalen Gruppen dienen. Diese Vorwürfe reichen bis in Petros Wahlkampf zurück, der durch das «Pacto de la Picota» geprägt war, das angeblich Unterstützung krimineller Gruppen beinhaltete.
Der Autor fragt, ob Kriminelle die Politiker infiltriert haben oder ob letztere Verbrecher genutzt haben, um an die Macht zu kommen, und zitiert den Fall eines Politikers und Drogenhändlers, der erklärte, es sei profitabler, die Ausschreibungen eines Bürgermeisters zu kontrollieren als einen Kokainschub. Darüber hinaus wird bemerkt, dass einer der Spitzenreiter in den Präsidentschaftsumfragen ein bekannter Verteidiger von Drogenhändlern ist. Der Artikel kritisiert die scheinbare kolumbianische Resignation gegenüber diesem Korruptionsimage, das sich in Stimmen für Kandidaten mit solchen Verbindungen widerspiegelt, trotz Klagen darüber, im Ausland als «Räuber» behandelt zu werden.