Die Bundesabgeordnete Luciene Cavalcante (PSOL-SP) hat einen Gesetzentwurf eingebracht, um dem puerto-ricanischen Sänger Bad Bunny die Ehrenstaatsbürgerschaft Brasiliens zu verleihen, und lobt seine globalen Beiträge zur lateinamerikanischen Kultur. Der Vorschlag folgt auf den historischen Super-Bowl-Auftritt des Künstlers am 8. Februar 2026. Bad Bunny hat Konzerte in São Paulo am 20. und 21. Februar geplant.
Die Bundesabgeordnete Luciene Cavalcante, bekannt als Professora Luciene (PSOL-SP), hat am 9. Februar 2026 einen Resolutionsentwurf in die Abgeordnetenkammer eingebracht, um dem puerto-ricanischen Sänger Bad Bunny die brasilianische Ehrenstaatsbürgerschaft zu verleihen. In der Begründung stellt Cavalcante fest, dass der Künstler „das Entertainment überschreitet“, indem er die globale lateinamerikanische kulturelle Vielfalt fördert und als Botschafter für Werte wie Authentizität und Stolz auf die Wurzeln dient. „Für Brasilien stellt die Ehrung eine Anerkennung und Annäherung in einem pluralen Kontinent dar“, heißt es im Entwurfstext, der eine Übergabe in einer feierlichen Sitzung vorschlägt, deren Termin vom Direktorium festgelegt wird. Der Vorschlag erregt Aufmerksamkeit nach Bad Bunnys Halbzeitshow beim Super Bowl am 8. Februar, bei der er als erster Künstler ein mehrheitlich spanischsprachiges Repertoire in der NFL-Finalbegegnung zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks bot. Die Show, die nach Angaben von NBC Sports etwa 135,4 Millionen Zuschauer hatte, umfasste Karrierehits und Gäste wie Lady Gaga und Ricky Martin. Highlights waren Tracks aus dem 2025er-Album „Debí Tirar Más Fotos“, Gewinner des 2026er Grammy für Album des Jahres. Bad Bunny, der am meisten gestreamte Künstler auf Spotify 2025 und Gewinner von drei Grammys vom 1. bis 8. Februar, nutzte die Bühne für subtile politische Botschaften, wie die Wiederholung von „God Bless America“, um den gesamten amerikanischen Kontinent einzuschließen und Lateinamerika inklusive Brasilien anzusprechen. Bekannt für seine Kritik am Präsidenten Donald Trump und der Immigration and Customs Enforcement (ICE), feierte Bad Bunny die lateinamerikanische Kultur mit dem Slogan „Que rico es ser latino“. Nach der Show löschte der Sänger allen Inhalt von seinem Instagram-Profil mit über 50 Millionen Followern und ließ nur einen Link zum Album. Fans spekulieren, ob die Aktion auf Trumps Kritik reagiert, der die Performance als „Beleidigung für die USA“ bezeichnete, oder eine neue künstlerische Phase vorbereitet. Bad Bunny kommt nach Brasilien für zwei Shows im Allianz Parque in São Paulo am 20. und 21. Februar und wirbt für das preisgekrönte Album. Die Abgeordnete glaubt, dass Kollegen die Billigung der Ehrung unterstützen werden, um kulturelle Bindungen zwischen Brasilien und spanischsprachigen Ländern zu stärken.