Das Allsvenskan-Derby zwischen Örgryte und IFK Göteborg wurde am Montagabend nach Ausschreitungen und einem Feuer auf der Tribüne abgebrochen. Das Spiel, in dem der IFK mit 2:1 führte, soll am Dienstagnachmittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt werden.
Die Partie im Gamla Ullevi wurde in der ersten Halbzeit zweimal unterbrochen. Auf dem blau-weißen Gästeblock brach ein Feuer aus, und ein Polizeibeamter musste mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei in Västra Götaland hat Ermittlungen wegen Brandstiftung und Gefährdung anderer eingeleitet.
Die Organisatoren, der Schiedsrichter und die Polizei einigten sich darauf, das Spiel nicht fortzusetzen. Per Svärd, der Spieldelegierte des schwedischen Fußballverbandes, sagte gegenüber TV4: „Die Organisatoren, die Schiedsrichter und die Polizei sind sich einig, dass das Spiel nicht fortgesetzt werden sollte.“
IFK Göteborg war durch Tore von August Erlingmark und dem 17-jährigen Benjamin Brantlind in Führung gegangen. William Hofvander erzielte den Anschlusstreffer für Örgryte. Das Derby war das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Allsvenskan seit 17 Jahren und begann mit einer zehnminütigen Schweigeminute aus Protest gegen die verstärkte Polizeipräsenz.
Es ist geplant, das Derby am Dienstag um 15:00 Uhr vor leeren Rängen fortzusetzen. Örgryte-Trainer Andreas Holmberg bezeichnete den Vorfall als „verdammt traurig“.