Der nationale Abgeordnete Eduardo Valdés hat die Aussagen des Unternehmers Cristiano Rattazzi über die Bewohner des Groß-Buenos Aires scharf verurteilt und ihn einen 'rassistischen Suprematisten' genannt. Rattazzi verteidigte die Arbeitsreform von Javier Milei und sagte, dass die Menschen im Conurbano nun die Chance hätten zu arbeiten. Valdés erinnerte ihn an die Rolle der Arbeiter bei seinem Reichtum und zitierte Papst Franziskus zu Arbeitsrechten.
Die Kontroverse entstand, als Cristiano Rattazzi, ehemaliger Präsident von Fiat, die Arbeitsreform der Regierung von Javier Milei auf einer Versammlung der Argentischen Industrieunion verteidigte. Rattazzi erklärte, dass 'die Menschen, die im Gürtel des Groß-Buenos Aires leben, die ihr ganzes Leben lang gelehrt bekommen haben, dass ihr Leben aus Drogenhandel, Diebstahl oder Sozialhilfe besteht, nun die Möglichkeit haben werden zu arbeiten'. Er fügte hinzu, dass Flexibilität bei Einstellungen formelle Jobs schaffen und die Personalrotation erleichtern würde, und feierte, dass die Regierung nach den Legislativwahlen 'zwei Jahre mehr gesichert' hat und hoffte auf 'vier Jahre mehr', um Argentinien zu verändern.
Abgeordneter Eduardo Valdés reagierte sofort in den sozialen Medien und nannte die Äußerungen eine 'Barbarei' und Rattazzi einen 'undankbaren rassistischen Suprematisten'. Er warf ihm vor: 'Sie konnten reich werden, weil es Arbeiter gab, die die Autos bauten, die Sie verkaufen.' Valdés wies auch auf die Familiengeschichte des Unternehmers hin: 'Dieses Land hat seiner Familie und Ihnen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1948 die Arme geöffnet', und ironisierte, dass 'man Sie nicht schlecht behandelt haben muss, denn Sie haben beschlossen zu bleiben'.
Valdés beendete seine Kritik mit einem Zitat von Papst Franziskus: 'Arbeit ist mit Rechten oder es ist Sklaverei' und dass sie nicht nur 'eine Einkommensquelle sein sollte, sondern ein Weg, Würde aufzubauen', und warnte, dass ohne Arbeitsrechte sie zu 'einer Form der Sklaverei' werde. Im industriellen Kontext berichtete das INDEC von einer Auslastung der installierten Kapazität von 61 % im September 2025 und 27.000 verlorenen Jobs bis August. Rattazzi, der sich als 'fasziniert von dem, was unter Milei passiert' beschreibt, betonte strukturelle Herausforderungen im Groß-Buenos Aires und Potenziale in Bergbau, Energie und Agrarwirtschaft.