Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty nutzte eine Ansprache vor der American Chamber of Commerce in Kairo, um stärkere US-Investitionen zu fordern und die Kernpositionen Kairos zu Gaza, der Nil-Wassersicherheit und regionalen Konflikten darzulegen. Er betonte, dass die wirtschaftliche und Investitionskooperation mit den Vereinigten Staaten ein zentrales Pfeiler der bilateralen Partnerschaft bildet.
In seiner Ansprache am Dienstag vor der American Chamber of Commerce in Kairo erklärte Außenminister Badr Abdelatty, dass die Gewinnung amerikanischer Investitionen eine oberste Priorität der Regierung sei. Er beschrieb die wirtschaftliche Kooperation mit Washington als zentralen Pfeiler der bilateralen Partnerschaft und wies auf Chancen in erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff, Infrastruktur, Industrie, Landwirtschaft und Informationstechnologie hin. Er hob auch Ägyptens Bereitschaft hervor, den Betrieb von US-Unternehmen durch Reformen zur Verbesserung des Geschäftsklimas und Ausweitung der Rolle des Privatsektors zu erleichtern.
Bezüglich Gaza skizzierte Abdelatty Ägyptens Ansatz zur Festigung des Waffenstillstands, Sicherstellung ungehinderten humanitären Zugangs und Förderung einer gerechten und dauerhaften politischen Lösung. Er forderte schnelles Handeln bei der frühen Erholung und Wiederaufbau sowie rasche Umsetzung der Resolution des UN-Sicherheitsrates zu Gaza, einschließlich der Bildung einer internationalen Stabilisierungskraft.
Zur Wassersicherheit bekräftigte er, dass der Nil „die Lebensader des ägyptischen Volkes“ sei, und unterstrich Ägyptens Engagement für Kooperation mit Nilbecken-Staaten bei Ablehnung unilateraler Maßnahmen, die das Völkerrecht verletzen. Ägypten, so er, werde alle Schritte unternehmen, die die UN-Charta erlaubt, um seine Wasserinteressen zu schützen.
Der Minister sprach auch über Krisen in Sudan und Libyen, Entwicklungen im Roten Meer und die iranische Atomakte, wobei er Ägyptens Bemühungen um politische Lösungen und regionale Stabilität hervorhob. Er betonte die globale Bedeutung sicherer Schifffahrt im Roten Meer und im Suezkanal. Die Rede endete mit einer Diskussionsrunde zu geopolitischen Herausforderungen im Nahen Osten mit AmCham-Mitgliedern.