Ägyptens Wirtschaft expandierte im ersten Quartal des Fiskaljahres 2025/2026 um 5,3 %, das höchste Wachstum seit über drei Jahren. Dieser Anstieg resultiert aus Strukturreformen, die Fertigung, Tourismus und Telekommunikation ankurbeln. Das Ministerium prognostiziert mindestens 5 % Wachstum für das Gesamtjahr.
Das Ministerium für Planung, Wirtschaftsentwicklung und Internationale Kooperation gab bekannt, dass das Bruttoinlandsprodukt Ägyptens im ersten Quartal des Fiskaljahres 2025/2026 um 5,3 % gestiegen ist, verglichen mit 3,5 % in derselben Periode im Vorjahr. Dies ist das stärkste Quartalswachstum seit über zwei Jahren, angetrieben durch Strukturreformen, die die Wirtschaft auf hochproduktive Bereiche wie die nicht-ölabhängige Fertigung, Tourismus und Telekommunikation umstellen.
Private Investitionen stiegen um 25,9 % und machten 66 % der gesamten umgesetzten Investitionen aus, während öffentliche Investitionen auf 34 % sanken. Das Ministerium erklärte: „Diese Beschleunigung spiegelt den greifbaren Einfluss laufender wirtschaftlicher und struktureller Reformen wider.“
Ministerin Rania Al-Mashat betonte, dass das über den Erwartungen liegende Wachstum anhaltenden Schwung in der nicht-ölabhängigen Fertigung, im Tourismus und in der Telekommunikation anzeigt. Sie fügte hinzu: „Makroökonomische Stabilität ermöglicht Strukturreformen, während die Reformen die Stabilität verstärken und die Grundlage für nachhaltiges Wachstum schaffen.“
Sektoral wuchs die nicht-ölabhängige Fertigung um 14,5 % im Vergleich zu 7,1 % im Vorjahr, mit deutlichen Zuwächsen bei Kraftfahrzeugen (50 %), chemischen Produkten (44 %) und Getränken (37 %). Die Exporte von Halbfertigwaren stiegen im August 2025 um 34,1 %, während Fertigwaren um 2,4 % zunahmen.
Der Tourismus expandierte um 13,8 %, zog fast 5,1 Millionen Besucher an und sicherte Ägypten den Status als führendes afrikanisches Reiseziel für das dritte Jahr in Folge. Der Suezkanal verzeichnete 8,6 % Wachstum, den ersten Anstieg seit Q2 2023/2024 nach 18 Monaten Rückgänge aufgrund von Spannungen im Roten Meer.
Umgekehrt schrumpfte der Rohstoffsektor um 5,3 %, mit Erdöl um 6,6 % und Erdgas um 10,9 %, wobei die Kontraktion von zuvor 8,9 % abgemildert wurde. Neueste Funde, darunter 75 Ölund GASFunde und 383 neue Bohrlöcher, steigerten die Kapazität um 1,1 Milliarden Kubikfuß Gas und 200.000 Barrel Öl täglich. Das Ministerium erwartet weitere Gewinne durch regionale Stabilität, die das Jahreswachstum über 5 % treiben könnten.