PCF-Chef Fabien Roussel hat am Sonntag auf LCI den Aufruf von La France insoumise zu einer gemeinsamen Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2027 zurückgewiesen. Er bezeichnete Jean-Luc Mélenchon als den „schlechtesten Kandidaten für die zweite Runde“ und begründete den Bruch mit den Kommunalwahlen. Roussel plädiert stattdessen dafür, angesichts des aktuellen Ölpreisschocks über konkrete Maßnahmen zu diskutieren.
Fabien Roussel, Nationalsekretär der PCF, äußerte sich am Sonntag auf LCI. Er reagierte damit auf den am Donnerstag von Manuel Bompard, dem Koordinator von La France insoumise, geäußerten Aufruf, ein Abkommen über ein Programm sowie über Kandidaturen für Präsidentschafts-, Senats- und Parlamentswahlen mit Ökologen und Kommunisten zu schließen.
Roussel spottete über den Vorschlag und sagte, er müsse darüber „lachen“, da er letztlich darauf hinauslaufe, sich hinter Jean-Luc Mélenchon zu stellen. Er verurteilte ein „wahltaktisches Geschacher“ und erinnerte an das legislative Abkommen von 2024 unter dem Nouveau Front populaire, bei dem die PCF gemeinsame Kandidaten unterstützte. Dennoch seien genau diese Insoumis bei den Kommunalwahlen gegen kommunistische, sozialistische und ökologische Bürgermeister angetreten, was bei ihm einen „bitteren Nachgeschmack“ hinterlassen habe.
Die kommunalen Rückschläge der Linken seien „wegen ihnen“ passiert, fügte Roussel hinzu und verwies auf einen „Bruch“. Persönlich betrachtet er „Jean-Luc Mélenchon sicherlich als den schlechtesten Kandidaten für die zweite Runde“. Zu einer möglichen PCF-Kandidatur im Jahr 2027 sagte er, man werde sehen, und verwies auf den Parteitag im Juli.
Statt Verhandlungen schlägt Roussel vor, sich auf den aktuellen Ölpreisschock zu konzentrieren, mit starken Maßnahmen, um die Kontrolle über die Energiepolitik zurückzugewinnen und Gewinnspannen zu deckeln.