Grippefälle in Japan überschreiten landesweit die Alarmgrenze

Influenza-Fälle in Japan beliefen sich im vergangenen Woche durchschnittlich auf 14,90 pro medizinische Einrichtung und überstiegen damit die Alarmgrenze von 10. Das Gesundheitsministerium gab am Freitag bekannt, dass die Infektionen in allen 47 Präfekturen zunehmen, basierend auf Daten von etwa 3.000 überwachenden Einrichtungen. Dieser Anstieg deutet auf einen potenziellen großflächigen Ausbruch innerhalb von vier Wochen hin.

Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales gab am Freitag bekannt, dass der durchschnittliche Anzahl neuer Influenza-Fälle pro regelmäßig überwachter medizinischer Einrichtung in der Woche bis Sonntag 14,90 erreichte und damit das Alarmniveau von 10 überschritt. Diese Zahl, die aus Berichten von etwa 3.000 Einrichtungen landesweit stammt, stieg von 6,29 in der Vorwoche um das 2,37-Fache. Insgesamt wurden 57.424 Fälle in Japan gemeldet, wobei 25 der 47 Präfekturen die 10-Fälle-Grenze überschritten. Die höchsten Raten gab es in Miyagi mit 28,58, gefolgt von Kanagawa mit 28,47, Saitama mit 27,91, Chiba mit 25,04, Hokkaido mit 24,99, Okinawa mit 23,80 und Tokyo mit 23,69. Die Warnstufe liegt bei 30 Fällen pro Einrichtung.

Die Grippesaison in Japan begann Ende September, der zweitfrüheste Beginn in den letzten zwei Jahrzehnten, wobei der Ausbruch offiziell um den 3. Oktober erklärt wurde. Der Einfluss auf die Bildung war erheblich, wobei zwischen 2.161 und 2.307 Kindergärten, Krippen und Grund- bis Oberschulen teilweise oder vollständig aufgrund von Ausbrüchen schlossen (die Zahlen variieren je nach Bericht).

Reiko Saito, Professorin für Public Health an der Niigata University, beschrieb den zirkulierenden Influenza-A-Stamm als "hoch ansteckend und betrifft Menschen in einem breiten Altersbereich". Sie riet: "Wenn Sie sich auch nur leicht unwohl fühlen, sollten Sie zu Hause bleiben, sei es Schule oder Arbeit, und einen Arzt aufsuchen. Ältere Menschen und andere, die anfällig für schwere Erkrankungen sind, sollten über eine Impfung nachdenken." Gesundheitsbehörden fordern Maßnahmen wie das Tragen von Masken, korrekte Hustenetikette und Händewaschen, um die Ausbreitung einzudämmen.

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